2004 wurde die Ausbildung für moderne zweijährige Berufe freigegeben. Das Präsidium von BayME und VBM hat beschlossen, in dieser politisch brisanten Frage Flagge zu zeigen und soziale Verantwortung für die leistungsschwächeren Jugendlichen zu übernehmen. Im Rahmen der Lehrstelleninitiative 2003/2004 wurden mit der Aktion „1100 plus 50“ zusätzlich 50 Ausbildungsplätze zum Maschinenführer finanziell gefördert.
Koordiniert wird die Aktion „1100 plus 50“ durch den Verein „Ausbildungsnetz Bayern e. V.“ (ABV) in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Ausbildungsmanagement Bayern <zab>.
Ziel ist es, Jugendlichen, die ihre Begabungen eher im praktischen Bereich haben, durch einen theoriegeminderten Ausbildungsberuf eine Chance auf eine Berufsausbildung zu eröffnen. Mit der finanziellen und organisatorischen Unterstützung sollen bei BayME/VBM-Mitgliedsunternehmen Anreize für die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze geschaffen werden.
Um die Akzeptanz der neuen Berufe bei den Unternehmen zu ermitteln und mögliche Anlaufprobleme frühzeitig zu erkennen, wurde das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) von BayME und VBM beauftragt, das Projekt "1100 plus 50" wissenschaftlich zu begleiten.
Seit längerer Zeit fordert die Wirtschaft moderne, zweijährige Ausbildungsberufe, um Arbeitskräfte für nach wie vor vorhandene theoretisch weniger anspruchsvolle Tätigkeiten zu gewinnen. Die Argumente liegen auf der Hand: 20% unserer Schulabgänger sind nicht geeignet, eine drei- bzw. dreieinhalbjährige Ausbildung aufzunehmen, da sie eine mangelnde Ausbildungsreife bzw. schlechte Qualifikationen in allgemeinbildenden Fächern mitbringen. 15% der jungen Menschen bleiben ohne Berufsabschluss, da sie den Anforderungen der Ausbildung nicht gerecht werden.
Durch theoriegeminderte Ausbildungsberufe erhalten diese eher praktisch begabten Jugendlichen eine Chance auf die Integration in den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt.
Die Lehrstelleninitiative bietet für BayME/VBM-Mitgliedsunternehmen eine finanzielle Unterstützung für jede zusätzlich geschaffene Ausbildungsstelle in einem anerkannten Ausbildungsberuf der M+E-Industrie an. Dazu wird zwischen dem beteiligten Unternehmen und dem ABV e. V. ein Ausbildungsübernahmevertrag abgeschlossen. Der ABV e. V. schließt dann mit dem Jugendlichen einen Ausbildungsvertrag ab.
Die Lehrstelleninitiative bietet für BayME/VBM-Mitgliedsunternehmen eine finanzielle Unterstützung für jede zusätzlich geschaffene Ausbildungsstelle in einem anerkannten Ausbildungsberuf der M+E-Industrie an.
Jugendliche, die ihre Begabungen eher im praktischen Bereich haben, erhalten in einem theoriegeminderten Ausbildungsberuf eine Chance auf eine Berufsausbildung.
Initiator:
BayME - Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e. V.
VBM - Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V.
Träger:
Ausbildungsnetz Bayern e. V. (ABV) in Zusammenarbeit mit dem
Zentrum für Ausbildungsmanagement Bayern zab
Projektleitung:
Rudolf Fulde
Stv. Geschäftsführer ABV e. V. und
Leiter Zentrum für Ausbildungsmanagement Bayern zab
Obere Turnstr. 8, 90429 Nürnberg
Tel.: 0911 27779-690, Fax: 0911 27779-695
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