Aktionsrat Bildung

Aktionsrat Bildung

Am 10. Dezember 2014 stelle der Aktionrat Bildung den Monitoring-Bericht "Burnout im Bildungssystem - Prävention und Intervention in den Ländern. Eine Zwischenbilanz" in München vor.

Aufbauend auf dem Gutachten Psychische Belastungen und Burnout beim Bildungspersonal hat der Aktionsrat Bildung einen Monitoring-Bericht veröffentlicht, der eine Momentaufnahme des aktuellen Umsetzungsstandes und der Diskussionen und Planungen von Politik und Verwaltung zu diesem Thema in den Ländern liefert.

Bei der Veranstaltung Burnout im Bildungssystem – eine Zwischenbilanz am 10. Dezember 2014 im hbw | Haus der Bayerischen Wirtschaft in München stellte der Aktionsrat Bildung den Bericht vor und diskutierte mit Vertretern aus Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft zentrale Ergebnisse und daraus abzuleitende Handlungsschritte.

    

Das Gutachten zum Thema Psychische Belastungen und Burnout beim Bildungspersonal. Empfehlungen zur Kompetenz- und Organisationsentwicklung ist das sechste einer Reihe kompakter Gutachten des von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. initiierten Aktionsrats Bildung, die konkrete bildungspolitische Einzelthemen aufgreifen und den Herausforderungen in der Praxis mit gezielten Lösungsansätzen begegnen.

Durch einen Monitoring-Bericht werden nun im Anschluss an das Gutachten die Wirkungen, die in der politischen und administrativen Diskussion und Handlungspraxis erzielt wurden, überprüft. Zudem regt der Bericht dazu an, die Handlungs-empfehlungen des Aktionsrats Bildung systematisch mit dem aktuellen Stand präventiver und interventiver Maßnahmen der Länder abzugleichen und konkrete Handlungsbedarfe abzuleiten.

     

In seiner Rede Vorsprung durch Bildung betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Bedeutung einer systematischen Verzahnung von Theorie- und Praxisphasen und des Ausbaus der Kooperation zwischen Schule und Hochschule im Bereich Lehrerbildung: "Motivierte und gesunde Lehrkräfte sind die Basis für eine gute Bildungsqualität – und davon profitieren letztlich Schüler, Gesellschaft und die Wirtschaft", so Brossardt.

Bei der anschließenden Gesprächsrunde ging es unter anderem um die Fragen: Wie können Interessenten für das Lehramtsstudium vor der Aufnahme und während des Studiums unterstützt werden? Wie können Schulen Lehrerkompetenzen zur Prävention psychischer Erkrankungen fördern? Bereitet das Lehramtsstudium zu wenig auf die Praxisanforderungen des Berufs vor? Wie können Bildungseinrichtungen im Hinblick auf die Förderung von Kooperation sowie die Entwicklung sozialer Unterstützungssysteme und Netzwerke gestaltet werden? Wie kann ein betriebliches Gesundheitsmanagement in Bildungsinstitutionen entwickelt werden? Wird von Seiten von Politik und Verwaltungen zu wenig getan, um das Problem in den Griff zu bekommen? Ist es sinnvoll, flächendeckende, verbindliche Programme zur Prävention und Intervention für alle Schulen und Lehrer zu starten? Oder sollte man lieber nachfrageorientiert vorgehen?

An der Podiumsdiskussion nahmen teil:

- Staatssekretär Georg Eisenreich, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
- Josef Kraus, Präsident, Deutscher Lehrerverband
- Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB, Sprecher der AG Bildung und Forschung der SPD-Bundestagsfraktion
- Dr. Anke Pielsticker, Psychotherapeutin, Institut für Gesundheit in Pädagogischen Berufen (IGP) des BLLV
- Prof. Dr. Dieter Kleiber, Universitätsprofessor für Public Health: Prävention und psychosoziale Gesundheitsforschung, Freie Universität Berlin
- Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer, vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Weitere Informationen: Der Monitoring-Bericht zum Download

Ansprechpartner
Michael Lindemann
vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V.
vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. 
Max-Joseph-Str. 5
80333 München
Telefon 089 55178-216
Fax 089 55178-222
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Vorsprung durch Bildung

Eine Offensive der bayerischen Wirtschaft