Aktionsrat Bildung

Aktionsrat Bildung

Aktionsrat Bildung stellt neues Gutachten vor: Am 28. Juni 2012 hat der Aktionsrat Bildung beim Kongress "Deutschland hat Zukunft: Internationalisierung der Hochschulen" sein aktuelles Gutachten vorgestellt. Das Gutachten zum Thema Internationalisierung der Hochschulen ist das dritte in einer neuen Reihe von kompakten Gutachten des Aktionsrats Bildung, die konkrete bildungspolitische Einzelthemen aufgreifen und stärker als bisher den Herausforderungen in der Praxis mit gezielten Lösungsansätzen begegnen.

Die Globalisierung, der Strukturwandel der Wirtschaft und die demografische Entwicklung tragen dazu bei, dass die Bedeutung der Internationalisierung für die Hochschulen in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Zur Förderung der Internationalisierung deutscher Hochschulen gehört die Weiterentwicklung der Qualität der Studiengänge, der Nachwuchsförderung und der Forschung.

Darüber hinaus muss den veränderten Qualifikationsansprüchen des Beschäftigungssystems an Hochschulabsolventinnen und -absolventen Rechnung getragen und der steigende Arbeitskräftebedarf an Akademikerinnen und Akademikern gedeckt werden. 

Insgesamt hat sich die Internationalisierung der Hochschulen in Deutschland in den letzten zehn Jahren positiv entwickelt. Dennoch weisen andere Länder, wie z. B. in Asien, eine noch deutlich höhere Dynamik auf. Um noch attraktiver für Talente aus aller Welt zu werden, muss die Internationalisierung des Kerns der deutschen Hochschule, d. h. die Internationalisierung der Curricula und Forschungsprogramme, den gleichen Stellenwert erhalten wie die Auslandsmobilität der Studierenden.

Ergebnisse des Gutachtens

Der Aktionsrat Bildung widmet sich in seinem aktuellen Gutachten zunächst dem Bedingungsrahmen des Internationalisierungsgeschehens im Hochschulbereich, erörtert Ziele für Internationalisierungsprozesse im Hochschulsystem und befasst sich anschließend mit den konkreten Handlungsbereichen Bildung und Ausbildung, Förderung und Entwicklung, wissenschaftlicher Nachwuchs, Forschung und Entwicklung sowie Hochschulpersonal. Im vorliegenden Gutachten werden schließlich die Bedeutung einer institutionellen Gesamtstrategie betont und Instrumente für die Gestaltung des Internationalisierungsprozesses in den verschiedenen Handlungsbereichen präsentiert. Auf Grundlage dieser umfassenden Analyse werden zentrale Empfehlungen an Bund und Länder sowie Hochschulen formuliert, wie beispielsweise:

  • Es wird empfohlen, auf Bundesebene einen Außenwissenschaftsrat zu berufen, der eine gemeinsame Strategie für Bildung und Wissenschaft formulieren, die Politik in Internationalisierungsfragen beraten und deutsche Interessen auf internationaler Ebene vertreten kann.
  • Das Internationalisierungsaudit der Hochschulrektorenkonferenz sollte so lange gefördert werden bis alle deutschen Hochschulen an einem Audit teilgenommen haben und bei der Entwicklung und Umsetzung einer alle Teile der Hochschule umfassenden Internationalisierungsstrategie (Re-Audit) unterstützt worden sind.
  • Die Attraktivität des deutschen Forschungsstandorts muss dringend erhöht werden, indem verlässliche Strukturen für wissenschaftliche Karrieren (z. B. Tenure-Track-Professuren) und Investitionen in die Forschungsinfrastruktur zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Hochschulen sollten strategische Gesamtkonzepte für ihre Internationalisierung erarbeiten, die neben der Bildung und Ausbildung auch die Forschung, die Nachwuchsförderung und das Hochschulpersonal einbeziehen.
  • Um den Anteil der Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit Auslandserfahrung zu erhöhen, sollten verbindliche Mobilitätsfenster in den Studiengangscurricula verankert sowie Stipendienprogramme ins Leben gerufen werden.
  • Ausländische Doktorierende sollten verstärkt in Graduiertenkollegs aufgenommen werden und / oder deutsche Graduiertenkollegs sollten sich stärker mit Partnerhochschulen im Ausland vernetzen.

Mehr Informationen: Das Gutachten zum Download PDF (2MB)

Rückfragen: 
Kristina Geiger
vbm - Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V.
vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Max-Joseph-Str. 5, 80333 München
Tel.: 089 55178-337, Fax: 089 55178-222
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