Weiterführende Schule

"Technik – Zukunft in Bayern 4.0" - "Bionik-Camps"

Ferien-Expedition an die Schnittstelle von Natur und Technik - Im "Bionik-Camp" tüftelten Jugendliche aus ganz Bayern an den Flugzeugen von morgen

Wie werden wir in hundert Jahren fliegen? Welche Herausforderungen kommen auf die Flugzeugbauer und –konstrukteure in Zukunft zu? Und inwiefern kann ihnen dabei die Natur als Vorbild dienen? Zehn Jungs und acht Mädchen aus ganz Bayern sind diesen Fragen im fünftägigen "Bionik-Camp" bei Airbus Defence and Space in Ottobrunn auf den Grund gegangen. Im Ferienangebot des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) suchten sie nach Zukunftslösungen für effizienteres Fliegen.

    

Die Tier- und Pflanzenwelt diente ihnen als Inspirationsquelle und Ideengeberin: Was Mutter Natur in Millionen von Jahren perfekt an Mechanismen, Prinzipien und Bauweisen eingerichtet hat, haben die Schülerinnen und Schüler auf die Luftfahrt übertragen. So fanden sie unter anderem heraus, dass sich die Körperform des Mantarochens gut als Vorbild für das Flugzeugdesign eignet. Die Fortbewegungsart des Hammerhais könnte Modell für die Steuerung sein. Von Schmetterlingen und Gräsern haben sich die Jugendlichen Oberflächenstrukturen abgeschaut: Diese könnten die Verwirbelung der Luft reduzieren – und damit auch den Kraftstoffverbrauch senken.

    

Beim Kooperationspartner Airbus Defence and Space in Ottobrunn begleiteten Ingenieure sowie Bionik-Experten die Mädchen und Jungs auf ihrer Expedition an die Schnittstelle von Natur und Technik. Ihre Ideen und Ergebnisse präsentierten die Nachwuchs-Entwickler am 12. September 2014 bei der Abschlussveranstaltung des Camps. Mit dabei war auch Gabriele Falch, Geschäftsführerin der Geschäftsstelle München-Oberbayern der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm, die das Bildungsprojekt finanziell und ideell fördern. "Die Innovationsfähigkeit und die Zukunft unserer Unternehmen hängt stark von hochqualifizierten Ingenieuren und Ingenieurinnen ab. Daher müssen wir für technische Studiengänge verstärkt werben", so Falch im Vorfeld der Abschlusspräsentation.



Das "Bionik-Camp" will junge Menschen zum selbstständigen Forschen und Entdecken motivieren. Zudem unterstützt es Jugendliche bei der Berufswahl, denn es lässt sie Berufe kennenlernen, in denen die Bionik zum Einsatz kommt. So zum Beispiel den Entwicklungsingenieur, den Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik oder den des Bionikers. Das "Bionik-Camp" findet einmal jährlich statt. Das "Bionik-Camp" ist ein Angebot der Bildungsinitiative "Technik – Zukunft in Bayern?!".

Ansprechpartner
Ina Föckeler
Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Wirtschaft im Dialog (WiD)
Infanteriestr. 8
80797 München
Telefon 089 44108-142
Fax 089 44108-195
E-Mail schreiben

Vorsprung durch Bildung

Eine Offensive der bayerischen Wirtschaft