Weiterführende Schule

"Technik – Zukunft in Bayern 4.0" - "Bionik-Camps"

Ferien-Expedition an die Schnittstelle von Natur und Technik: Im "Bionik-Camp" tüftelten Jugendliche aus ganz Bayern an Flugkonzepten von morgen und präsentierten ihre Ergebnisse bei der Abschlussveranstaltung am 30. August 2013

Wie werden wir in hundert Jahren fliegen? Welche Herausforderungen kommen auf die Flugzeugbauer und -konstrukteure in Zukunft zu? Und inwiefern kann ihnen dabei die Natur behilflich sein? 16 Jugendliche aus ganz Bayern sind diesen Fragen im fünftägigen "Bionik-Camp" auf den Grund gegangen. Im Ferienangebot des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) suchten sie nach Zukunftslösungen für effizienteres Fliegen.

  

Die Tier- und Pflanzenwelt diente ihnen als Inspirationsquelle und Ideengeberin: Was Mutter Natur in Millionen von Jahren perfekt an Mechanismen, Prinzipien und Bauweisen eingerichtet hat, haben die Schülerinnen und Schüler auf die Luftfahrt übertragen. So fanden sie unter anderem heraus, dass sich die Körperform des Mantarochens gut als Vorbild für das Flugzeugdesign eignet. Die Fortbewegungsart des Hammerhais könnte Modell für die Steuerung sein. Von Schmetterlingen und Gräsern haben sich die Jugendlichen die Oberflächenstrukturen abgeschaut: Diese könnten die Verwirbelung der Luft reduzieren – und damit auch den Kraftstoffverbrauch senken.



Cassidian und EADS Innovation Works in Unterschleißheim und Ottobrunn waren als Kooperationspartner mit an Bord. Die dortigen Ingenieure sowie Bionik-Experten begleiteten die Jugendlichen auf ihrer Expedition an die Schnittstelle von Natur und Technik. Ihre Ideen und Ergebnisse präsentierten die Nachwuchs-Entwickler am 30. August 2013 bei der Abschlussveranstaltung des Camps. Mit dabei war auch Birgit Aigner, Referentin der Geschäftsstelle München-Oberbayern der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm, die das Bildungsprojekt finanziell und ideell fördern: "Die Innovationsfähigkeit und die Zukunft unserer Unternehmen hängt stark von hochqualifizierten Ingenieuren und Ingenieurinnen ab. Daher müssen wir für technische Studiengänge verstärkt werben."

  

Das "Bionik-Camp" will junge Menschen für technische Innovationen nach dem Vorbild der Natur begeistern und zum selbständigen Forschen und Entdecken motivieren. Zudem unterstützt es Jugendliche bei der Berufswahl, denn es lässt sie Berufe kennenlernen, in denen die Bionik zum Einsatz kommt. So zum Beispiel den Entwicklungsingenieur, den Ingenieur Luft- und Raumfahrttechnik oder den des Bionikers. Das "Bionik-Camp" findet einmal jährlich statt, das nächste Mal 2014. Dafür bewerben können sich Jugendliche ab Frühjahr unter www.tezba.de. Das "Bionik-Camp" ist ein Angebot der Bildungsinitiative "Technik – Zukunft in Bayern?!" 

Rückfragen:
Dr. Alexandra Durner
Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Wirtschaft im Dialog (WiD)
Infanteriestr. 8, 80797 München
Tel.: 089 44108-149, Fax: 089 44108-195
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