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MINT-Förderung zeigt Wirkung - in den letzten 10 Jahren hat die Zahl der erfolgreichen AbsolventInnen eines MINT-Studiums um über 110 Prozent zugenommen. 2015 waren über 42 Prozent der Studierenden in Bayern in einem MINT-Fach eingeschrieben.

Für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern sind gut ausgebildete Fachkräfte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) von enormer Bedeutung. MINT-Fachkräfte treiben Innovationen voran und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Freistaats. Das Kürzel MINT steht letztlich spiegelbildlich für eine Vielzahl an Tätigkeiten in der Industrie. Am 21. Februar informierte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sowie der Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm, gemeinsam mit Bildungsstaatsekretär Georg Eisenreich und Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler während einer Pressekonferenz über Initiativen zur Förderung der MINT-Fächer an Schulen und Hochschulen und zeigte aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der MINT-Förderung in Bayern auf.

"Die Zukunft Bayerns hängt entscheidend von der MINT-Bildung ab. Nur mit Innovationskraft und dem nötigen Know-how in den modernen Schlüsseltechnologien können wir uns im globalen Wettbewerb behaupten. Dafür brauchen wir gut ausgebildeten MINT-Nachwuchs. Aus Sicht der bayerischen Wirtschaft müssen wir erstens die Frauenquote in den MINT-Berufen weiter erhöhen, zweitens die Zahl der MINT-Studierenden, die das Studium vorzeitig beenden, weiter reduzieren und drittens die Fachkräftelücke vor allem im IT-Sektor schließen", erläuterte Brossardt.

Bildungsstaatssekretär Eisenreich wies darauf hin, dass die MINT-Fächer einen festen Platz im Fächerkanon der allgemeinbildenden Schulen Bayerns hätten und auch an Berufsschulen und Berufsfachschulen integraler Bestandteil der Ausbildung seien. Über den regulären Unterricht hinaus machten sich die Schulen auf vielfältige Weise dafür stark, Schülerinnen und Schüler für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Als Beispiele für die zahlreichen Initiativen und Projekte nannte der Staatssekretär u. a. die Initiativen MINT21 an Realschulen und MINT-EC an Gymnasien.

Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler verwies zudem auf zahlreiche Projekte an bayerischen Hochschulen, die an der Schnittstelle von Schule und Hochschule ansetzten. Von zentraler Bedeutung für den Studienerfolg sei die Betreuung der Studierenden während ihres Studiums. Mit dem Programm ‚MINTerAKTIV – Mit Erfolg zum Studienabschluss‘ fördere die Staatsregierung Konzepte an vierzehn bayerischen Hochschulen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für ein MINT-Studium. Einen Beleg für die Wirksamkeit solcher Initiativen sieht der Staatssekretär in der Entwicklung der Studierendenzahlen in den MINT-Fächern. Zwischen 2005 und 2015 hat die Zahl der erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen eines MINT-Studiums um über 110 Prozent zugenommen. Über 42 Prozent der Studierenden in Bayern waren 2015 zudem in einem MINT-Fach eingeschrieben.

Brossardt ergänzte das Engagement der Verbände: "Rund 40 Millionen Euro haben wir in den vergangenen zehn Jahren für Initiativen zur Sicherung des MINT-Nachwuchses ausgegeben und damit von der Vorschule bis zur Hochschule in allen Bildungsbereichen Akzente gesetzt. Darunter sind Projekte wie ‚MINT21‘ an Realschulen und ‚MINTerAKTIV‘, bei denen Kultusministerium und bayme vbm vbw tatkräftig zusammenarbeiten. Diese Initiativen tragen zur Fachkräftesicherung bei. Doch wir dürfen uns nicht auf dem Erreichten ausruhen, denn insbesondere im IT-Segment haben unsere Unternehmen derzeit große Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Hier müssen wir am Ball bleiben."

Beispielhafte MINT-Projekte und Initiativen:

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"Technik - Zukunft in Bayern 4.0"

Vorsprung durch Bildung

Eine Offensive der bayerischen Wirtschaft