Weiterführende Schule

MINT21-Initiative an Bayerischen Realschulen

MINT21 wird MINT21 digital – erfolgreiches Kooperationsprojekt wird mit neuer Schwerpunktsetzung fortgesetzt – Schülerteams aus drei bayerischen Realschulen präsentieren in Geretsried Projekte zum Thema Digitalisierung

"MINT21" wird künftig zu "MINT21 digital": Das Bayerische Kultusministerium, die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm, die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. setzen die im Jahr 2010 gestartete Initiative MINT21 mit einem neuen Schwerpunkt weiter fort. Im Rahmen eines Projektschulenbesuchs an der Realschule Geretsried wurde die neue Schwerpunktsetzung am 6. Juni 2018 feierlich bekanntgegeben. Schülergruppen aus Geretsried, Osterhofen und Bad Tölz gaben Einblicke, wie das Thema Digitalisierung an Realschulen vor Ort bereits umgesetzt wird. Sie präsentierten ein Mathe-Kunst-Projekt, wiesen die Gäste in die Grundlagen der App-Entwicklung ein und zeigten selbst produzierte Erklär-Videos zu MINT-Themen. Darüber hinaus wurde bei der Veranstaltung ein von den MINT21-Koordinatorinnen und -Koordinatoren erstelltes Physik-E-Book vorgestellt. Impressionen von der Veranstaltung finden Sie hier.

Insgesamt 71 Realschulen im Freistaat entwickeln und erproben unter dem Label MINT21 MINT-Fördermaßnahmen, um naturwissenschaftliches Denken als Teil der Lebens- und Erfahrungswelt junger Menschen zu etablieren und ihre MINT-Kompetenzen zu stärken. In Zukunft soll dabei die digitale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler in den MINT21-Realschulen verstärkt gefördert werden.

"Die Kombination aus naturwissenschaftlicher Förderung und vertieftem Einblick in die digitale Welt ist zukunftsweisend. Unsere MINT21-Realschulen machen vor, wie unsere jungen Menschen einerseits zu kompetenten Nutzern der digitalen Medien werden und andererseits Unterricht mit Hilfe digitaler Werkzeuge noch besser gemacht werden kann! Damit können sie Impulsgeber sein für viele andere Schulen!", betont Bayerns Kultusminister Bernd Sibler anlässlich der Veranstaltung. "Für den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Bayern ist qualifizierter Nachwuchs in den MINT-Fächern von zentraler Bedeutung. Wir müssen daher bei unseren Kindern und Jugendlichen frühzeitig das Interesse und die Stärken in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fördern!", so der Minister.
Vor Ort dankte Ministerialdirektor Herbert Püls vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus allen Beteiligten, die sich für die besondere Förderung der Schülerinnen und Schüler im MINT-Bereich an den bayerischen Realschulen einsetzen: "An den Realschulen gelingt die umfassende naturwissenschaftliche Förderung mit der MINT21-Initiative in bemerkenswerter Weise. Mittlerweile erreicht die im Jahr 2010 gestartete Initiative über 22.000 Realschülerinnen und Realschüler. Das ist eine beeindruckende Bilanz!"

Dr. Christoph Prechtl, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Leiter der Abteilung Bildung und Integration der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., erklärte:
Die bayerische Wirtschaft braucht qualifizierte MINT-Nachwuchskräfte. Deshalb benötigen wir schon in den Schulen Programme, die früh die Begeisterung junger Menschen für Technik fördern. Die MINT21-Initiative an bayerischen Realschulen ist aus Sicht der Wirtschaft genau der richtige Ansatz, um die Begabungen der Jugendlichen früh zu erkennen und zu fördern und ihr Interesse für technische Berufe zu wecken. Denn die Arbeitsmarktchancen in diesem Bereich sind groß. So bietet zum Beispiel ein Arbeitsplatz in der Metall- und Elektro-Industrie eine hohe Vergütung und beste Karrieremöglichkeiten. Die Erweiterung der Initiative um digitale Themen ist im Hinblick auf die Arbeitswelt 4.0 von zentraler Bedeutung.

Der stellvertretende Geschäftsführer des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V., Michael Mötter, ergänzte: "Die Projekte zeigen bereits jetzt, wie kreativ Schulen das Thema Digitalisierung angehen. Hier in Geretsried verbindet man zum Beispiel Mathematik mit Kunst. Bereits Fünftklässler lernen mithilfe von iPads, Filmsequenzen zu erstellen. Solche Projekte machen die Schülerinnen und Schüler fit für eine durch digitale Technik geprägte Arbeitswelt."

Die Initiative MINT21

Die Initiative MINT21wurde 2010 als Teil der Initiative Realschule 21 gestartet, um das besondere Profil der Schulart Realschule weiter zu schärfen und den Unterricht in den MINT-Fächern an bayerischen Realschulen weiterzuentwickeln. Ziel der Initiative ist, die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im MINT-Bereich zu stärken und sie so sowohl auf anspruchsvolle Berufsausbildungen als auch auf die schulische Weiterbildung bis hin zur Hochschulreife noch besser vorzubereiten. Die Erfahrungen der MINT21-Realschulen werden über die Lehrerfortbildung allen Realschulen zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zu MINT21erhalten Sie hier.

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