Weiterbildung

ServiceCenter Flüchtlingsintegration

Integration erfolgreich begleiten – Rückblick auf den Kongress der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zur Flüchtlingsintegration

"Flüchtlingsintegration erfolgreich gestalten" – unter diesem Motto stand am 25. Oktober 2017 der "Vorsprung Bayern"-Kongress der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Rund 120 Besucher aus Politik, Wirtschaft, Schule und Gesellschaft waren zur Veranstaltung nach München gekommen. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt zog gemeinsam mit Dr. Bernhard Schwab, Amtschef im Bayerischen Wirtschaftsministerium, und Klaus Beier, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, eine Zwischenbilanz zum bisherigen Verlauf der Flüchtlingsintegration in Bayern und dem Maßnahmenpaket IdA – Integration durch Ausbildung und Arbeit. Dabei bestand Einigkeit, dass die Integration von Flüchtlingen einen langen Atem braucht.

Erfolgreicher Start des IdA Programms
Kern der Veranstaltung war eine Projektrundschau des Maßnahmenpakets IdA, das die vbw, die Staatsregierung und die Regionaldirektion im Oktober 2015 ins Leben gerufen haben. Projektleiter und Teilnehmer von sechs verschiedenen Projekten stellten vor, wie Asylbewerber für eine Beschäftigung fit gemacht werden können, darunter die Projekte IdA 1.000 und IdA BayernTurbo. In beiden Projekten haben sich rund 2.300 Geflüchtete mit Sprachkursen und Praxisphasen in Unternehmen auf eine Beschäftigung vorbereitet. Beide Projekte sind in diesem Jahr ausgelaufen und rund 30 Prozent der Teilnehmer konnten eine Beschäftigung, eine Einstiegsqualifizierung, eine Ausbildung oder ein Studium aufnehmen.

Podiumsdiskussion: Integration eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Moderator Karsten Böhne vom Bayerischen Rundfunk führte durch die anschließende Podiumsrunde, an der neben Bertram Brossardt, Dr. Bernhard Schwab und Klaus Beier auch Rüdiger Hopf, Ausbildungsleiter der Kaeser Kompressoren SE, und Husein Sharif, Elektrohelfer bei der Beck Elektrotechnik GmbH in Würzburg, teilnahmen. Sie berichteten von ihren Erfahrungen aus Unternehmenssicht und der Sicht eines Projektteilnehmers. Schwerpunkt der Diskussion war die Frage, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um Flüchtlinge erfolgreich in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren.
Die Diskutanten waren sich dabei einig: Eine Integration in Ausbildung und Arbeit ist vor allem dann möglich, wenn die sprachlichen Voraussetzungen gegeben sind und gefördert werden. Zudem braucht es Instrumente und Projekte, mit denen Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben wird, Praxiserfahrungen in Unternehmen zu sammeln. Eine Vermittlung in eine Beschäftigung alleine sei aber nur der erste Schritt. Es brauche ebenso Maßnahmen für Unternehmen und Flüchtlinge, um eine Beschäftigung oder Ausbildung nachhaltig zu stabilisieren. Für eine erfolgreiche Integration seien alle gefordert, die Politik ebenso wie die Gesellschaft und die Wirtschaft aber auch die Flüchtlinge selbst.

Informationen zu branchenübergreifende Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen für Unternehmen finden Sie hier.

Vorsprung durch Bildung

Eine Offensive der bayerischen Wirtschaft