Weiterführende Schule

"Technik – Zukunft in Bayern 4.0" - "Forscherinnen-Camps"

Pressemeldung: Volle Schubkraft voraus - Schülerinnen denken die nächste Flugzeuggeneration voraus: "Forscherinnen-Camp" an der Hochschule Augsburg und bei Premium AEROTEC endete am 31. August mit der Präsentation der Ergebnisse des Forschungsauftrages.

15 Mädchen aus ganz Bayern sind in den Sommerferien im "Forscherinnen-Camp" bei Premium AEROTEC und an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg in die Rolle von "Ingenieurinnen" geschlüpft. Während sie an der Hochschule in das ingenieurwissenschaftliche Studium eintauchen konnten, lernten sie bei Premium AEROTEC den Arbeitsalltag der Ingenieurin kennen. Bei diesem Projekt, das das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) in Kooperation mit Unternehmen, Universitäten und Hochschulen bayernweit veranstaltet, hatten die Gymnasiastinnen und Fachoberschülerinnen fünf Tage Zeit, die Druckkalotte eines modernen Passagierflugzeugs an zukünftige Herausforderungen anzupassen – und zwar wissenschaftlich und praxisnah zugleich. Professoren und Dozenten der Hochschule Augsburg sowie ein Projektteam von Premium AEROTEC waren nicht nur Sparringspartner bei der Lösung der Aufgabe, sondern verkörperten auch die beruflichen Vorbilder.

Lösungsansätze und ihr während des Projekts konstruiertes und gefertigtes Miniaturmodell aus zukunftsfähigen Werkstoffen präsentierten die Teilnehmerinnen am letzten Camp-Tag ihren Eltern und vielen Ehrengästen. Mit dabei war auch Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, die das Bildungsprojekt finanziell und ideell fördern: "Wir wollen, dass in den Camps der Funke der Begeisterung für technische Berufe auf die Mädchen überspringt. Laut der vbw Studie ‚Arbeitslandschaft 2030' werden in Bayern bereits 2015 rund 520 000 Fachkräfte fehlen. Mädchen nehmen bisher die Angebote bei den bayerischen Metall- und Elektroberufen viel zu wenig an. Sie machen aber die im Schnitt besseren Schulabschlüsse. Wir wollen mehr Mädchen überzeugen, dass technische Berufe spannend sind. Dann gelangen diese auch in die engere Berufswahl von Mädchen."

Ministerialrätin Sabine Maurer erklärte bei der Abschlusspräsentation, dass es auch für das Bayerische Wirtschaftsministerium ein großes Anliegen sei, die "Forscherinnen-Camps" zu fördern. "Denn die Jung-Forscherinnen sammeln positive Erfahrungen bei technischen Themen und damit auch Selbstvertrauen auf diesem Gebiet. Sie können so mögliche Vorurteile gegenüber technischen Berufen abbauen und womöglich als Ingenieurinnen von morgen den Standort Bayern weiter voranbringen." Herbert Loebe, Hauptgeschäftsführer vom bbw, betonte, dass es wichtig sei, dass Kinder und Jugendliche Technik und Naturwissenschaft erleben: "Mit praxisnahen, kreativen und nachhaltigen Angeboten wie den ‚Forscherinnen-Camps' stellen wir hierfür die richtigen Weichen."

Dies bestätigt eine vom bbw in Auftrag gegebene Studie. Laut Evaluationsergebnissen gaben rund 75 Prozent an, dass sie sich durch den Blick hinter die Kulissen am besten informieren konnten. Ebenso viele wollen nach dem Campbesuch ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium ergreifen. An den "Forscherinnen-Camps", die 2007 gestartet sind, beteiligen sich in diesem Jahr neun Unternehmen und ebenso viele Hochschulen bzw. Universitäten. Für die Camps in den Herbstferien können sich Schülerinnen noch bis zum 14. September unter www.tezba.de bewerben. 

Rückfragen:
Tina Koch
Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Wirtschaft im Dialog (WiD)
Infanteriestr. 8, 80797 München
Tel.: 089 44108-141, Fax: 089 44108-195
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