Weiterführende Schule

"Technik – Zukunft in Bayern 4.0" - "Forscherinnen Camps"

"Forscherinnen-Camp“ bei Continental Regensburg und der OTH Regensburg – Schülerinnen tüfteln in den Sommerferien 2016 an der Zukunft des autonomen Autofahrens

Schülerinnen aus ganz Bayern haben im "Forscherinnen-Camp" bei Continental Regensburg und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) die technischen Grundlagen für autonomes Fahren praxisbezogen erarbeitet und dazu selbst ganz neue Ideen entwickelt. Fünf Tage lang haben die zwölf Teilnehmerinnen dafür mit jungen Ingenieurinnen und Dozentinnen geforscht, analysiert und experimentiert. Forscherinnen-Auftrag erfolgreich erfüllt! – hieß es von Unternehmens- und Hochschulseite bei der heutigen Abschlusspräsentation in der Continental Arena, bei der die Gymnasiastinnen und Fachoberschülerinnen ihre Ergebnisse den Eltern und Ehrengästen präsentierten.

Mit dabei war heute auch Hermann Brandl von den bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbänden bayme vbm, die das Bildungsprojekt finanziell und ideell fördern: "Bayerische Unternehmen können Ingenieurstellen wegen Bewerbermangel häufig nicht besetzen", sagt Brandl, Geschäftsführer der bayme vbm Geschäftsstelle in der Oberpfalz. "Mit den ‚Forscherinnen-Camps‘ setzen wir uns aktiv dafür ein, die Zahl der weiblichen Beschäftigten in der M+E Branche zu steigern." Auch Thomas Ebenhöch, Standort- und Werkleiter bei Continental Regensburg, sieht in dem Camp nur Vorteile: "Im Team arbeiten die Schülerinnen an der Lösung einer technisch-naturwissenschaftlichen Fragestellung und erhalten dabei einen umfassenden Einblick in das Berufsbild einer Ingenieurin." Dipl. Päd. Univ. Armin Gardeia, Leiter der Jungen Hochschule der OTH Regensburg und Organisator des Camps an der Hochschule, ist überzeugt: "Das Forscherinnen-Camp ist ein Angebot, das bei den Schülerinnen unheimlich gut ankommt und bei der einen oder anderen Teilnehmerin den Weg in Richtung Technik ebnen wird."

Dass das "Forscherinnen-Camp Wirkung zeigt, beweist eine Studie: Rund 75 Prozent der Teilnehmerinnen wollen nach dem Camp-Besuch ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium ergreifen. Ebenso viele geben an, dass der Blick hinter die Kulissen der beste Weg ist, um sich zu informieren. Die Mehrheit ist überzeugt, sich auch in einer Männerdomäne durchsetzen zu können. Auftraggeber der Studie ist das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw), das der Projektträger der Bildungsinitiative "Technik – Zukunft in Bayern 4.0" ist, die die "Forscherinnen-Camps" durchführt.

An den "Forscherinnen-Camps", die 2007 gestartet sind, beteiligen sich in diesem Jahr neun Unternehmen und ebenso viele Hochschulen. Sie sind, bis auf die Kosten für An- und Abreise, für die Mädchen kostenfrei. Die nächsten Camps finden in den Herbstferien statt. Anmelden können sich Interessierte noch bis zum 9. Oktober 2016 unter tezba.de.

Über "Technik – Zukunft in Bayern 4.0"
Die Bildungsinitiative "Technik – Zukunft in Bayern 4.0" hat seit 15 Jahren ein großes Ziel: Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern. In vielen Projekten – vom Kindergarten über Schulen bis zum Übergang in Ausbildung oder Studium – soll das Interesse der Teilnehmer für technische, naturwissenschaftliche und digitale Zusammenhänge geweckt werden. Möglich machen das die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm (Hauptsponsor) und Wirtschaft im Dialog im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. (Träger). Die Schirmherrschaft hat Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner übernommen. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie fördert die Initiative.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

Vorsprung durch Bildung

Eine Offensive der bayerischen Wirtschaft