Weiterführende Schule

"Technik – Zukunft in Bayern 4.0" - "Forscherinnen-Camps"

Pressemeldung – Schülerinnen forschen bei der N-ERGIE und an der Technischen Hochschule Nürnberg zum Lademanagement von Elektromobilität

An technischen Problemen tüfteln, bis man zu einer digitalen Lösung kommt – programmieren, analysieren. Kurz: einfach mal selbst ausprobieren – ein gutes Gefühl. Eines, das zwölf Schülerinnen aus Bayern im "Forscherinnen-Camp" der Bildungsinitiative "Technik – Zukunft in Bayern 4.0" bei der N-ERGIE Aktiengesellschaft und an der Technischen Hochschule Nürnberg in den Herbstferien 2018 erlebt haben.
Im Camp unter der Trägerschaft des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. erhalten die Mädchen einen realistischen Einblick in den Berufsalltag einer IT-Ingenieurin. Ganz nebenbei geht es auch um andere Qualifikationen, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, etwa kreatives Denken, Präsentationskompetenz und Teamfähigkeit. Am 2. November 2018 haben sie ihre Ergebnisse Eltern und Ehrengästen präsentiert.

Der Forscherauftrag für die 15- bis 18-jährigen Projektteilnehmerinnen lautete: Entwicklung von bionischen Strategien zur Kommunikation im Flottenmanagement. Abschauen sollten sie diese vom Schwarmverhalten der Ameisen. Die Gymnasiastinnen und Fachoberschülerinnen lernten mithilfe einer Software, wie man objektorientiert programmiert. Mit diesem Programm steuerten die Schülerinnen Ameisenvölker und fanden heraus, was wir von Ameisen für das Lademanagement unserer Elektromobilität übernehmen können. Hilfe bekamen sie während der Woche von Dozenten und Dozentinnen, Studierenden der Hochschule sowie Ingenieurinnen des Energieunternehmens.

Anlässlich des Camps sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Arbeitgeberverbände bayme vbm, die das Camp ideell und finanziell fördern:

Damit unsere bayerischen Unternehmen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie hochqualifizierte Nachwuchskräfte in den Bereichen Technik und IT. Wir möchten junge Frauen für diese Berufe begeistern und so wertvolles Potenzial ausschöpfen. In den "Forscherinnen-Camp"s soll ihr Interesse für technische Berufe geweckt werden. Vielfältige Tätigkeiten, sehr gute Verdienstmöglichkeiten sowie sehr gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sprechen für eine Karriere von Frauen in den bayerischen M+E-Unternehmen.

Am selben Strang zieht auch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie, es fördert das "Forscherinnen-Camp" seit Jahren.

Wie sehr die Camps bei der beruflichen Orientierung helfen, zeigt eine Studie des bbw. Rund 75 Prozent der Teilnehmerinnen wollen nach dem Camp-Besuch ein technisches oder naturwissen-schaftliches Studium beginnen. Das "Forscherinnen-Camp" richtet sich gezielt an junge Frauen. Die Zeit typischer Männerberufe ist vorbei, Erfolg im technischen Beruf hängt von der Einstellung und Begeisterung ab – nicht vom Geschlecht. Doch noch immer ist der Frauenanteil in der Metall- und Elektro-Industrie gering, nur jeder vierte Arbeitnehmer in Bayern ist weiblich.

Die "Forscherinnen-Camps" gibt es seit 2007. Im laufenden Jahr beteiligen sich acht Unternehmen und ebenso viele Hochschulen. Die Camps sind bis auf die Kosten für An- und Abreise kostenfrei.

Weitere Informationen gibt es hier.

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