Weiterführende Schule

"Technik – Zukunft in Bayern 4.0" - "Mädchen für Technik-Camps"

Pressemeldung: Bayerns Wirtschaftsminister Zeil besucht Abschlusspräsentation beim "Mädchen für Technik-Camp" am 7. September 2012 in Ansbach: Schülerinnen feilen bei Robert Bosch an ihrer Karriere

20 Mädchen aus der Region schlüpften in der letzten Ferienwoche bei der Robert Bosch GmbH in die Rolle von Elektronikerinnen oder Industriemechanikerinnen. Fünf Tage lang fertigten sie im "Mädchen für Technik-Camp", das das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) in Kooperation mit Robert Bosch veranstaltet, ein elektronisches Piano an. Die Schülerinnen lernten dabei Azubis und Ausbilder kennen und setzten sich mit der Berufswahl auseinander. Ferienstimmung kam bei gemeinsamen Aktionen und Ausflügen auf. Ihre Werkstücke präsentieren sie bei der Abschlussveranstaltung unter anderem auch Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil, der Förderer und Schirmherr des Projekts ist, sowie Dr. Christof Prechtl, Geschäftsführer und Leiter Abteilung Bildung bei den bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgebern bayme vbm, die die Camps finanziell und ideell fördern.

Bayerns Wirtschaftsminister Zeil betonte: "Gerade im Hinblick auf den künftigen Fachkräftebedarf ist es wichtig, den Mädchen möglichst früh die Attraktivität und Chancen, die Berufe im technischen Bereich bieten, aufzuzeigen. Initiativen wie die ‚Mädchen für Technik-Camps' leisten schon heute einen wertvollen Beitrag, den Wirtschaftsstandort Bayern zu sichern. Daher ist es mir ein großes Anliegen, solche Projekte zu fördern."
"Wir wollen, dass in den Camps der Funke der Begeisterung für technische Berufe auf die Mädchen überspringt", so Dr. Christof Prechtl von bayme vbm. "Laut der vbw Studie ‚Arbeitslandschaft 2030' werden in Bayern bereits 2015 rund 520.000 Fachkräfte fehlen. Mädchen nehmen bisher die Angebote bei den bayerischen Metall- und Elektroberufen viel zu wenig an. Sie machen aber die im Schnitt besseren Schulabschlüsse. Wir wollen mehr Mädchen überzeugen, dass technische Berufe spannend sind. Dann gelangen diese auch in die engere Berufswahl von Mädchen."
Schülerinnen für Technik begeistern – das sei auch ein Leitmotiv des Projektträgers bbw, bekräftigte Hauptgeschäftsführer Herbert Loebe: "Das gelingt uns mit differenzierten, kreativen und nachhaltigen Konzepten, die Mädchen technische Berufe hautnah erleben lassen." Seine Bilanz: "Seit zehn Jahren haben sich bayernweit über 2.100 Schülerinnen an den Technik-Camps beteiligt. Viele von ihnen haben mittlerweile in technischen Berufen erfolgreich Fuß gefasst."
Das konnte Gastgeber Steffen Dick, Kaufmännischer Werkleiter der Robert Bosch GmbH Standort Ansbach, nur bestätigen: "Auch bei uns starten immer mehr Frauen als Elektronikerinnen oder Industriemechanikerinnen ihre Karriere. Sie haben bei uns gute Perspektiven. Und: Ihren männlichen Kollegen stehen sie in nichts nach", so Steffen Dick.

Bayernweit tauchen in diesem Jahr rund 200 junge Frauen in insgesamt 15 Camps in die Welt der Technik ein. Schülerinnen können sich noch bis zum 28. September unter www.tezba.de für die Camps in den Herbstferien bewerben. Während der gesamten Woche sind die Mädchen in der Nähe der Partnerfirma untergebracht und werden rundum betreut. Die Camps sind nur eines von vielen Projekten der Bildungsinitiative "Technik – Zukunft in Bayern?!" 

Rückfragen:
Andrea Weber
Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Wirtschaft im Dialog (WiD)
Infanteriestr. 8, 80797 München
Tel.: 089 44108-145, Fax: 089 44108-195
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