Beispiele aus der Praxis
Am Vormittag wurde auf Schloss Hirschberg das mehrfach prämierte Projekt “MINTeinander“ der Alexander-von-Humboldt-Realschule vorgestellt. Danach präsentierte die Realschule Kemnath einen Werkstattbericht zum Projekt KI@school.
“MINTeinander“
Raus aus der Schule, rein ins echte Leben. Eine neue Rolle in einem anderen Umfeld annehmen, soziale Kontakte knüpfen, Hemmungen abbauen, sich in Geduld üben. Durch das Projekt “MINTeinander“ werden Bayreuther Realschüler*innen zu Lehrkräften – und die Bewohner*innen des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Martin zu Schüler*innen. Die Senior*innen führen unter Anleitung der Schüler*innen physikalische Experimente durch, die im Vorfeld in der Schule in Kleingruppen erarbeitet wurden. Davon profitieren beide Seiten: Die Schüler*innen schulen ihr naturwissenschaftliches Verständnis und die älteren Menschen trainieren ihre feinmotorischen Fähigkeiten. Die wichtigste Komponente jedoch ist der Spaß, den Jung und Alt miteinander haben.
KI@school
Künstliche Intelligenz (KI) gilt international als Zukunftstechnologie. KI begegnet uns im Alltag inzwischen überall dort, wo wir moderne Technologie verwenden. Ihr Einsatz im Bildungsbereich ist insbesondere mit der Erwartung verbunden, der wachsenden Heterogenität in Lerngruppen besser gerecht zu werden. So kann KI-gestützte Lernbegleitung zum zentralen Hebel für mehr Lernerfolg und Bildungsgerechtigkeit werden.
Für Schulen ergibt sich durch den Einsatz von KI ein besonderer Mehrwert, wenn die Lernprozessdiagnose besser und intensiver in die pädagogische Praxis integriert werden kann. Lehrkräften wird dadurch eine individuellere Unterstützung der Schüler*innen bereits während des Kompetenzerwerbs ermöglicht. Die Lernprozessbegleitung ergänzt dabei bereits etablierte Elemente in der Analyse der Lernausgangslage sowie der Lernergebnisse.
Impulsvortrag
Nach den Praxiseinblicken hielt Prof. Dr. Jochen Kuhn von der Technischen Universität München einen aufschlussreichen Vortrag zum Thema “KI im MINT-Unterricht“.
Die Forschung von Prof. Kuhn konzentriert sich auf das Lernen und Problemlösen mit multiplen Repräsentationen sowie das Lehren und Lernen mit und über Künstliche Intelligenz in den MINT-Fächern im Allgemeinen und in Physik im Speziellen.
In der kurzen Fragerunde im Anschluss an den Vortrag wurde deutlich, dass bei den anwesenden Lehrkräften ein großes Maß an Neugier und Aufgeschlossenheit gegenüber dem Thema KI im Bildungsbereich herrscht.
Kurz-Workshops
Das Veranstaltungsprogramm am Nachmittag war verschiedenen Praxis-Workshops vorbehalten. Die Tagungsteilnehmer*innen hatten die Möglichkeit, je zwei Workshops zu besuchen.
Inhaltlich deckten die Workshops eine breite Themenpalette ab:
- Kreative MINT-Projekte für Forscherklassen mit Scratch und Maker
- Kreative Aufgaben und kleine Tricks für den Mathematikunterricht
- KI in anschaulichen Experimenten unterrichten
- LEAP – ein praxisnahes KI-Feedbacktool für den MINT-Unterricht
- Chemie-Experimente mit unterschiedlichen Niveaustufen gestalten
Zwischen den einzelnen Programmpunkten bestand für die teilnehmenden Lehrkräfte zum Austausch mit Kolleg*innen, was von den Beteiligten gerne angenommen wurde. Der intensive Workshop-Tag endete mit einer Feedback-Runde, in der einzelne Teilnehmer*innen und Referent*innen zu Wort kamen.
Weitere Informationen zu MINT21DIGITAL finden Sie hier


Der Preis verfolgt das Ziel, die Bedeutung der beruflichen Bildung in Bayern hervorzuheben und wurde in diesem Jahr vom vbm – Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie e. V. bereits zum 35. Mal verliehen. Die Auszeichnung ehrt den jeweils besten qualifizierten beruflichen Bildungsabschluss in den Bereichen Metall und Elektro. Im Metallbereich gewann die Auszeichnung Linus Mair, der seinen Abschuss als Industriemechaniker machte (Ausbildungsbetrieb: AGCO GmbH, Marktoberdorf). Im Elektrobereich wurde der IT-System-Elektroniker Jonas Höfer ausgezeichnet (Ausbildungsbetrieb: BMW AG, Regensburg).