MINIPHÄNOMENTA in Bayern – Die Welt der Naturwissenschaften wird an der Grundschule Pfaffing erlebbar

Die MINIPHÄNOMENTA in Bayern ist ein Parcours mit naturwissenschaftlich-technischen Experimenten, der an zwölf Grundschulen pro Schuljahr in ganz Bayern umgesetzt wird. Zwei Wochen lang stehen die Stationen kostenlos zur Verfügung und werden im gesamten Schulhaus aufgebaut. Die Kinder probieren die Experimente in dieser Zeit selbstständig aus: Dabei entdecken und begreifen sie naturwissenschaftliche Phänomene und technische Zusammenhänge ganz spielerisch.

Die MINIPHÄNOMENTA in Bayern ist ein Projekt der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0 im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. Hinter dem Projekt stehen als Hauptförderer die Bayerischen Metall+Elektro Arbeitgeber bayme vbm. Als weiterer Förderer unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie die Bildungsinitiative.

 

15 Jahre Nachwuchsförderung in Bayern

Der Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Metall+Elektro Arbeitgeber bayme vbm, begründet das Engagement der Verbände:

Es ist wichtig, junge Menschen schon früh für naturwissenschaftlich-technische Berufe zu begeistern, denn Bayern braucht auch in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte. Wir unterstützen die MINIPHÄNOMENTA mit voller Überzeugung, denn sie setzt genau dort an: Sie fördert naturwissenschaftliches Interesse schon bei Grundschulkindern und leistet bereits seit 15 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung in Bayern.

 

Bertram Brossardt, bayme vbm Hauptgeschäftsführer

 

Die Lehrkräfte halten sich im Hintergrund, damit die Kinder eigenständig forschen und lernen.
Wie viel Freude diese an naturwissenschaftlichen Themen haben, erklärt SchulleiterinDaniela Kunerl: „Das Schöne am Stationenparcours ist zum einen, dass sich die Kinder die Antworten auf ihre Fragen ganz spielerisch selbst erarbeiten können. Zum anderen, dass jedes Kind in seiner eigenen Geschwindigkeit lernen und Eindrücke sammeln kann. Für uns Lehrkräfte ist es besonders schön zu beobachten, wie sie mit Neugier und großer Begeisterung an die Stationen herangehen.“

 

MINT-Bildung in Bayern stärken und nachhaltig fördern

Im nächsten Schritt ist die Schulfamilie gefragt: Einige der Stationen sollen gemeinsam mit regionalen Sponsoren nachgebaut werden, sodass die Schüler*innen über den zweiwöchigen Besuch der MINIPHÄNOMENTA hinaus an ihrer Schule weiterhin forschen und entdecken können.
Denn das ist die Intention des Projekts. „Wir möchten die Faszination für technische und naturwissenschaftliche Themen früh wecken und das Interesse der Kinder fördern, um so auch die MINT-Bildung in Bayern weiter zu stärken“, ergänzt Projektleiterin Doreen Dambacher von der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0 im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e.V. Der gemeinsame Nachbau der Stationen soll zu einer nachhaltigen Lernpartnerschaft zwischen der Schule, Eltern und Unternehmen führen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Taskforce FKS+

Mit dem aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projekt “Unternehmen im Transformationsprozess” unterstützt die Taskforce FKS+ Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Beschäftigten für den Strukturwandel.

Großes Interesse an der modularen Qualifizierungsreihe

Das im November 2020 gestartete ESF-Projekt, an dem aktuell zehn Unternehmen aktiv teilnehmen, beinhaltet eine modulare Qualifizierungsreihe, die aus neun verschiedenen Bausteinen mit jeweils 40 Unterrichtseinheiten besteht und vom 23. November 2020 bis 31. August 2021 an mehreren bayerischen Unternehmensstandorten durchgeführt wird. Die Weiterbildung findet in einer Kombination aus Online-Trainings und Präsenzveranstaltungen statt. Für die verschiedenen Qualifizierungsbausteine sind aktuell rund 400 Mitarbeiter*innen vorangemeldet. Die Lehrgangskosten werden zu hundert Prozent durch Fördermittel des ESF übernommen. Aufgrund des hohen Interesses sind weitere Durchgänge geplant.

Zielgruppe und Inhalte des Projekts

Zielgruppe der Qualifizierungsmaßnahmen sind Beschäftigte aus Unternehmen, deren Aufgabengebiet in besonderer Weise vom Strukturwandel betroffen oder sogar bedroht ist. Die Inhalte wurden in mehreren Workshops von der Taskforce FKS+ gemeinsam mit Vertreter*innen aus der Automobilindustrie, Hochschule und Bildungsträgern erarbeitet. Die Themen der neun Bausteine sind “Führen und Verändern”, “Digitale Kommunikation, Datenmanagement, Aufbereitung von Daten und Kommunikation mittels Office 365”, “Cyber Security”, “Industrie 4.0 – Grundlagen, “Vernetzte Industrieanlagen”, “Datenverarbeitung in der Industrie 4.0”, “Industrie 4.0 -Robotik”, “Industrie 4.0 – Sensorik”, “Industrie 4.0 – Additive Fertigung”, “Prozess- und Projektmanagement im digitalen Wandel” sowie “Neue Mobilität – Grundlagen Assistenzsysteme und autonomes Fahren”.

Fachkräftesicherung bleibt eine zentrale Herausforderung

Trotz der Corona-Pandemie und der aktuell herausfordernden wirtschaftlichen Lage bleibt das langfristige Ziel der Fachkräftesicherung bestehen. Das ESF-Projekt ergänzt das Angebot der Initiative Taskforce FKS+ um ein weiteres praxisnahes und zielgerichtetes Qualifizierungspaket für bayerische Unternehmen.
Die Taskforce FKS+ ist ein Projekt im Rahmen der Initiative Fachkräftesicherung FKS+, die die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und die Bayerische Staatsregierung 2018 ins Leben gerufen haben.

Weitere Informationen finden Sie hier.

MINT21-Initiative an Bayerischen Realschulen

Junge Menschen für Naturwissenschaften begeistern – das haben die diesjährigen Preisträgerschulen des MINT21-Preises mustergültig unter Beweis gestellt. Bei der Veranstaltung, die aufgrund der Corona-Pandemie am 24. November 2020 online durchgeführt wurde, wurden neun bayerische Realschulen für besonders kreative Projektideen in den MINT-Fächern ausgezeichnet. Kultusminister Michael Piazolo, Bertram Brossardt von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) und Hubert Schurkus, Vorstand des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V., prämierten die Gewinnerschulen.

O-Töne der Laudatoren

Kultusminister Piazolo zeigte sich beeindruckt von den Unterrichtskonzepten: “Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik spielen an unseren Schulen eine wichtige Rolle. Die ausgezeichneten Schulen haben bewiesen: Unsere vielfältigen Initiativen im MINT-Bereich tragen Früchte. Ich danke allen beteiligten Lehrkräften, dass sie bei unseren Schülerinnen und Schülern nachhaltig das Interesse an den MINT-Fächern wecken und damit jungen Menschen beste Berufs- und Zukunftschancen eröffnen.”

Auch Bertram Brossardt (vbw) fand lobende Worte für die Initiative: “Die bayerische Wirtschaft braucht trotz und gerade wegen der derzeitigen schwierigen Wirtschaftslage weiterhin qualifizierte MINT-Nachwuchskräfte. Wir müssen bei jungen Menschen frühzeitig durch Programme in den Schulen Begeisterung für Technik wecken. Hier setzt die MINT21-Initiative in den bayerischen Realschulen an. Die Perspektiven im MINT-Bereich sind richtig gut, ein Arbeitsplatz zum Beispiel in der Metall- und Elektro-Industrie bietet beste Karrierechancen.”

Hubert Schurkus vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) betonte: “Mit unseren praxisnahen Bildungsprojekten schlagen wir Brücken zwischen den Schulen und der Wirtschaft. Das Besondere an der MINT21DIGITAL-Initiative an Bayerischen Realschulen: Die Schulen haben einen großen Gestaltungsfreiraum. Sie entwickeln und verbessern kreative Ideen aus dem MINT-Bereich und stellen sie anderen interessierten Realschulen zur Verfügung – ganz nach dem Motto ‚von Schulen für Schulen‘”.

Gewinnerschulen MINT21-Preis 2020

Mit dem MINT21-Preis 2020 wurden ausgezeichnet:
(in alphabetischer Reihenfolge nach Ort, Projektname in Klammern):

Schönwerth Realschule
Staatliche Realschule Amberg
(Fidget Spinner und Windkraft)

Anton Fugger Realschule
Staatliche Realschule Babenhausen
(Unser Weg zur Klimaschule)

Stefan-Krumenauer-Realschule
Staatliche Realschule Eggenfelden
(Grundlagen der Technik und des Maschinenbaus)

Staatliche Realschule Herrsching
(MacGyver – Wahrheit oder Schwindel? Wir stellen ein Video nach)

Staatliche Realschule Marktheidenfeld
(Robotik – Umwelttechnik)

Städtische Veit-Stoß-Realschule Nürnberg
(Kooperationsmodell Realschule – Berufsschule)
Markgraf-Friedrich-Schule
Staatliche Realschule Rehau
(Eine Stadt spielt MINT)

Staatliche Realschule Trostberg
(Schülerinnen und Schüler drehen Physik-Videos)

SONDERPREIS
Realschule am Tor zur Oberpfalz
Staatliche Realschule Kemnath
(Die MINT-Pyramide – Kooperationskonzept für sechs Jahrgangsstufen)

Die Initiative MINT21

Die ausgezeichneten Schulen gehören zu den derzeit 78 Netzwerkschulen der Initiative MINT21. Diese wurde 2010 als Teil der Initiative Realschule 21 gestartet, um das besondere Profil der Schulart Realschule weiter zu schärfen und den Unterricht in den MINT-Fächern an bayerischen Realschulen weiterzuentwickeln. Ziel der Initiative MINT21 ist es, die Kompetenzen der Schüleri*nnen im MINT-Bereich zu stärken und sie so sowohl auf anspruchsvolle Berufsausbildungen als auch auf die schulische Weiterbildung bis hin zur Hochschulreife noch besser vorzubereiten. Mit dem “MINT²¹-Preis” werden Realschulen ausgezeichnet, die mit besonderen Projekten naturwissenschaftlich-technische Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler fördern.

Von den MINT-Schulen wurden bisher rund 600 Projekte durchgeführt. Um die Erfahrungen auch für andere Schulen zugänglich zu machen, stehen diese in Auswahl auf der Homepage des Bayerischen Realschulnetzes in einer Datenbank zur Verfügung. Dort können auch Arbeitsmaterialien heruntergeladen werden.
Die MINT21-Initiative an bayerischen Realschulen ist ein gemeinsames Projekt der Bayerischen Metall+Elektro Arbeitgeber bayme vbm, der vbw –Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e. V. und dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus.
Seit dem Schuljahr 2017/2018 liegt der inhaltliche Schwerpunkt neben den bisherigen Themen auf der Digitalisierung. Deshalb wurde die Initiative MINT21 in Initiative MINT21DIGITAL umbenannt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

StarSV: Starke Schulen, starker Verbund

Mit Beginn des Schuljahrs 2021/2022 startet der Schulversuch “StarSV: Starke Schulen, starker Verbund”, der sich an Mittelschulen richtet, die einem Schulverbund angehören. Das Vorhaben wird von der Stiftung Bildungspakt Bayern zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus durchgeführt, als Exklusivsponsor fungiert die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Die vor zehn Jahren gegründeten Mittelschulverbünde bieten attraktive und wohnortnahe Bildungsangebote in der Region. Für eine dauerhafte Sicherung von Schulstandorten in der Fläche ist es von Vorteil, wenn die Zusammenarbeit im Verbund intensiviert und die Profile der Mittelschulen weiterentwickelt werden.

Aus diesen Überlegungen heraus wurde der Schulversuch StarSV initiiert. Mittelschulen prägen ihre Umgebung und werden von dieser geprägt. Eine enge Kooperation mit außerschulischen Partnern vor Ort kann sowohl die vorteilhafte Wahrnehmung der Schule durch das Umfeld als auch die positive Wirkung auf ihre Region verstärken und dementsprechend auf eine noch engere Verflechtung von Theorie und Praxis abzielen. Dafür ist eine Schärfung des Profils mit schuleigenen pädagogischen Schwerpunkten der einzelnen Schulen anzustreben. Die Verantwortung für das Gesamtangebot ihres Verbunds und die Weiterentwicklung der Verbundsstrukturen sollten alle Schulen gemeinsam tragen und “Schulentwicklung im Verbund” gestalten.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.
Nähere Auskünfte erteilt auch Barbara Knopp, Projektleiterin des Schulversuchs StarSV.

Play the Market

Ab jetzt können sich bayernweit Schüler*innen ab der Jahrgangsstufe 10 an Gymnasien, BOS und FOS wieder für den betriebswirtschaftlichen Planspielwettbewerb “Play the Market” anmelden.

In dem softwarebasierten betriebswirtschaftlichen Planspiel übernehmen die Teilnehmer*innen in Zweier- oder Dreier-Teams die Leitung eines virtuellen produzierenden Unternehmens und treffen Entscheidungen in unterschiedlichen betrieblichen Bereichen. Dabei treten sie in drei Spielphasen mit jeweils mindestens sechs Spielrnden (Vorrunde, Halbfinale, Finale) gegen andere Teams in Konkurrenz.
In der Vorrunde wurde schon immer digital gespielt, beim diesjährigen Durchlauf findet das Halbfinale, normalerweise in Präsenz, ebenfalls digital statt. Ergänzt wird der Wettbewerb durch Online-Seminare, Workshops und Praxisbausteine.

Die Sieger*innen, die nicht nur den höchsten Gewinn erzielt, sondern auch ökologisch und sozial gewirtschaftet haben, sichern sich ein Ticket für eine einwöchige Sprachreise nach New York. Das zweit- und drittplatzierte Team darf sich ebenfalls über einen Preis freuen.

Lehrkräfte haben die Möglichkeit, auf separaten Märkten mitzuspielen und das Planspiel vor Wettbewerbsstart bei einer digitalen Fortbildung kennenzulernen. Schüler*innen können entweder in der Freizeit oder unter Anleitung der Lehrkraft im Unterricht teilnehmen.

Weitere Information und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Die Anmeldefrist läuft bis zum 15. Januar 2021.

Hier erfahren Sie mehr über Wirtschaftsplanspiel Play the Market.

Technik – Zukunft in Bayern 4.0 – Hightech live!

Was will ich werden? Was kann ich gut, was interessiert mich wirklich?
Auch im Pandemie-Jahr 2020 ist das Thema Berufsorientierung für Jugendliche wichtig. Aus diesem Grund sollte am 18. November 2020 bei der kößler technologie GmbH in Babenhausen ein Hightech live!-Projekttag des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. für Schüler*innen aus der Region stattfinden. Der Projekttag musste aufgrund der Pandemie abgesagt werden. Dennoch tauchten die Teilnehmer*innen in die Welt der technischen Berufe ein – wenn auch bei einer Online-Veranstaltung am Vormittag statt ganztags im Betrieb.

“Gemeinsam mit dem Unternehmen haben wir in kürzester Zeit ein digitales Programm für die Schülerinnen und Schüler auf die Beine gestellt”, berichtete Projektleiterin Doreen Dambacher vom bbw. “Die Auszubildenden haben ihre Ausbildungsberufe vorgestellt und Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beantwortet, außerdem gab es eine virtuelle Führung durch die Ausbildungswerkstatt und Infos zu den Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung im Unternehmen. Damit haben wir den Jugendlichen trotz allem einen guten Einblick in die Arbeitswelt bei kößler ermöglicht.”

Hightech live! ist Teil der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0, die von den Bayerischen Metall+Elektro Arbeitgebern bayme vbm und vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Technologie gefördert wird. Seit ihrer Gründung vor 20 Jahren ist es das Ziel der Initiative, junge Menschen für Technik und Naturwissenschaft zu begeistern. Wie jetzt bei der Online-Veranstaltung in Babenhausen, bei der die Acht- und Neuntklässler*innen herausgefunden haben, wie interessant technische Ausbildungsberufe wie Maschinen- und Anlagenführer*in und Zerspanungsmechaniker*in sind.

“Spannende technische Ausbildungsberufe”

Nachdem feststand, dass der Projekttag ausfallen muss, war es Mareike Peschel, Personalreferentin bei kößler, sehr wichtig, wenigstens eine Online-Veranstaltung anzubieten: “Wir bedauern, dass wir die Schülerinnen und Schüler nicht wie geplant zu uns in den Betrieb einladen konnten. Durch die Online-Veranstaltung konnten wir den Jugendlichen trotzdem zeigen, dass unsere
Ausbildungsberufe abwechslungsreich sind, Spaß machen und attraktive berufliche Perspektiven bieten.”

Der Aufwand lohnt sich auch aus Sicht des Hauptgeschäftsführers der bayerischen Metall+Elektro Arbeitgeber bayme vbm, Bertram Brossardt:

Bei Hightech live! erleben Jugendliche, wie spannend und vielfältig technische Ausbildungsberufe sind – und dass sie sehr gute berufliche Perspektiven in ihrer Heimat finden können. Dadurch gewinnen beide: die jungen Leute – und die Unternehmen. Denn Nachwuchs zu finden ist eine der wichtigsten und zugleich schwierigsten Aufgaben für kleine und mittelständische Unternehmen in ländlichen Regionen. Mit den Hightech live!- Projekttagen holen wir Jugendliche in Unternehmen direkt vor ihrer Haustür.

Die Einladung in den Betrieb hoffen die bbw-Projektleiterin Doreen Dambacher und Mareike Peschel von kößler gemeinsam nachholen zu können. Peschel: “Solche Ferienerlebnisse sind wichtig für die Jugendlichen.”

Kostenloses Angebot mit flexiblem Konzept

Hightech live! ist eines von 16 Angeboten von Technik – Zukunft in Bayern 4.0. Die Veranstaltung ist kostenlos und hat ein flexibles Konzept. Die Dauer richtet sich nach der Kapazität des teilnehmenden Unternehmens. So können sich auch klein- und mittelständische Betriebe dem Nachwuchs aus der Region präsentieren und Jugendliche für ihr Unternehmen begeistern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Chance Teilqualifizierung

Durch Teilqualifizierungen können die die vielfältigen Potenziale, die bereits jetzt in den Betrieben bestehen, noch besser für die Bewältigung künftiger Herausforderungen genutzt werden. Zielgruppe sind Beschäftigte, die über keine oder nur geringe formale Qualifikationen verfügen. Diese werden gezielt weiterqualifiziert, damit sie zusätzliche Aufgaben übernehmen und Fachkräfte entlasten können.

Zertifizierte Teilqualifizierungsmodule

Für eine Teilqualifizierung werden Ausbildungsberufe, wie beispielsweise Kaufmann / -frau im Einzelhandel, Fachkraft Gastgewerbe oder auch Fachlagerist*in, in einzelne Module aufgegliedert. Jedes Modul ist in sich geschlossen und wird mit einer Prüfung beendet. Wer alle Bausteine durchläuft, hat anschließend die Möglichkeit, sich für die externe Facharbeiterprüfung anzumelden.
Das Ziel ist es, an- und ungelernte Arbeitnehmer*innen, die weit häufiger von Arbeitslosigkeit und Jobverlust bedroht sind, durch die Vermittlung fachspezifischer Qualifikationen fit für den Arbeitsmarkt und weiter beschäftigungsfähig zu machen.

TQDigital – Teilqualifizierung im Blended Learning-Format

Mit TQdigital qualifizieren sich Teilnehmende in einem abwechslungsreichen Lernsetting aus Arbeiten im virtuellen Klassenzimmer und mit durch E-Learning unterstützten Selbstlernphasen. Online-Dozent*innen vermitteln fachtheoretische Inhalte in kleinen Sequenzen, geben praxisnahe Aufgabenstellungen, kontrollieren den Lernfortschritt und stehen für Fragen zur Verfügung.
Zusätzliche Lernprozessbegleiter*innen unterstützen die Teilnehmenden direkt vor Ort bei fachlichen Fragen. Auch für die beteiligten Unternehmen sind sie kompetente Partner. Denn sie bereiten die Praxisphasen vor und stimmen zum Beispiel geeignete Einsatzfelder ab, um einen reibungslosen Übergang von der “Schulbank” in den beruflichen Alltag zu ermöglichen.

Mit TQdigital stehen digitale Lernangebote mit garantierten Startterminen an 45 Lernorten in Bayern zur Verfügung. Die bbw-Gruppe bietet verschiedene TQdigital-Module für die Berufsbilder Fachlagerist*in, Kaufmann / -frau für Büromanagement sowie Kaufmann / -frau im E-Commerce an. Das Angebot wird sukzessive erweitert.

Unter der Hotline +40 89 44108-435 erhalten Sie weiterführende Informationen zu den Startterminen!

Teilqualifikation – Chance für alle Beteiligten

• Teilqualifikation orientiert sich am real existierenden Bedarf.
• Teilqualifikation schafft Freiräume für Facharbeiter*innen im Unternehmen.
• Teilqualifikation fördert brachliegendes Potenzial in der Gruppe Geringqualifizierter.
• Teilqualifikation bietet transparent zertifizierte Weiterbildungsmodule.
• Teilqualifikation baut Brücken bis zur Facharbeiterprüfung und ergänzt damit das duale Ausbildungssystem.

Teilqualifizierung – ein Erfolgsmodell

Seit Projektstart im Jahr 2007 kann eine erfolgreiche Bilanz gezogen werden. Über 1.100 Unternehmen haben Trainingsprojekte in Auftrag gegeben und um die 15.400 Personen sind bereits erfolgreich in bayerischen Betrieben im Einsatz.

Teilqualifizierung plus (TQplus)

Teilqualifizierung plus (TQplus) richtet sich speziell an Menschen mit Fluchthintergrund sowie Migrant*innen mit formal geringer Qualifikation, die sich mit einem anerkannten Teilqualifizierungsabschluss eine neue berufliche Perspektive aufbauen wollen bzw. einen Berufsabschluss anstreben. Neben der fachlichen Qualifizierung in den einzelnen TQ-Modulen benötigt die Zielgruppe zusätzlich ein berufsbezogenes Sprach- und Kommunikationstraining sowie pädagogische Unterstützung. Das Konzept der TQplus setzt hier an: Der reguläre Rahmenlehrplan wird durch berufsbezogene Sprach- und Integrationsförderung ergänzt. Neben berufsbezogenem Fachwissen und den dafür notwendigen kommunikativen Fertigkeiten und Kulturtechniken vermittelt die TQplus auch Strategien, um den weiteren Berufsweg aktiv und erfolgreich gestalten und die Handlungskompetenzen erweitern zu können. Die Sprach- und Integrationsförderung beinhaltet, dass die Lernprozesse fachlich, sprachlich, kulturell und persönlich von entsprechendem Fachpersonal gestaltet und unterstützt werden. Seminarleitung, Fachlehrkräfte, Ausbilder*innen und Pädagog*innen arbeiten für die fachübergreifende Förderung in Fachtheorie und -praxis Hand in Hand, um die Kompetenzen der Teilnehmer zu fördern und zu stärken.

Weiterführende Informationen

Die Homepage der Arbeitgeberinitiative Teilqualifizierung (AGI TQ) enthält Informationen für die unterschiedlichen Zielgruppen einer TQ: Arbeitsuchende und beschäftigte potentielle Teilnehmende, Unternehmen und Kostenträger.
Informationen gibt es beispielsweise zu den Fördermöglichkeiten, wie Bildungsgutscheine durch das Qualifizierungschancengesetz, und aktuelle Entwicklungen.

AusbildungsOffensive-Bayern.de

Die Corona-Pandemie stellt heraus, wie stark digitale Formate in der schulischen Bildung an Bedeutung gewinnen. Vor diesem Hintergrund entwickelte die AusbildungsOffensive-Bayern ein Modell, mit dem sie ihr Angebot zur Berufsorientierung nun in Form von Online-Schulstunden anbietet. Dieser Digitale Campus bringt bereits seit Anfang Oktober 2020 die Berufsorientierung als digitales Live-Erlebnis in die Schulklassen.

Die Info-Teams der AusbildungsOffensive-Bayern informieren in einer Online-Schulstunde über die vielseitigen Möglichkeiten in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie. Dieses innovative Schulungskonzept bindet die Schüler*innen aktiv ein, indem sie live mit den Info-Teamern interagieren können.

Das Angebot ist momentan für die Jahrgangsstufen 7 und 8 an bayerischen Mittelschulen verfügbar, die ersten Rückmeldungen der Schulen sind bereits sehr positiv.

Die Schülerinnen und Schüler konnten mithilfe digitaler Unterstützung eine fachkundige Schulung zum Thema Berufsorientierung und Bewerbung erhalten. Dabei ersetzte der Digitale Campus eine Veranstaltung vor Ort im Klassenzimmer. Für die Jugendlichen war diese Art der (Corona-bedingten) geänderten Umsetzung besonders motivierend, da sie am konkreten Beispiel die Möglichkeiten erfahren konnten, die Onlinekonferenzen bieten. Die Arbeit mit iPads war herausfordernd und interessant. Auch die Möglichkeit, sich per Chat mit der Lehrgangsleitung auszutauschen, wurde eifrig genutzt.

Harald Wintersberger, Rektor der Anton-Balster-Mittelschule in Neustadt

Aufgrund der positiven Resonanz wird das Angebot des Digitalen Campus demnächst auch auf Realschulen und Gymnasien erweitert.

Lehrkräfte können die digitale Schulstunde für Ihre Schulklasse hier buchen.

Informieren Sie sich hier über die AusbildungsOffensive-Bayern.

MINT-EC

Das von den bayerischen Arbeitgeberverbänden bayme vbm und vbw geförderte MINT-EC-Themencluster “Lehren und Lernen mit digitalen Medien” hat im Rahmen der MINT-EC-Schriftenreihe eine Online-Veröffentlichung herausgegeben. Der “Digitale Methodenkoffer” steht ab sofort als Download zur Verfügung.

14 Lehrkräfte aus 12 bayerischen Gymnasien stellen in der Veröffentlichung 40 Methoden vor, den Unterricht mit digitalen Medien zu bereichern.

Die vier Themenschwerpunkte sind:

• Individualisiertes Lernen und Arbeiten
• Kooperatives Lernen und Arbeiten
• Experimentelles Lernen und Arbeiten
• Produzieren und Präsentieren

Bei den ausgewählten Methodenwerkzeugen stehen stets der Mehrwert und die Umsetzbarkeit im Vordergrund. Die vorgeschlagenen Konzepte sind als sinnvolle Ergänzung des Unterrichts gedacht und sollen inspirieren und motivieren. Mit vertretbarem Aufwand eröffnen sich neue Möglichkeiten, zum Beispiel für die Binnendifferenzierung. Die Veröffentlichung zeigt dabei auch Verfahren, die im Distanzunterricht hilfreich sein können.

Die meisten Anwendungsbeispiele in dem Band kommen aus den MINT-Fächern. Die Methoden lassen sich jedoch oft auf andere Fächer übertragen und möchten anregen, das Gelesene für den eigenen Unterricht fruchtbar werden zu lassen.

Im neuen MINT-EC-Jahresbericht finden Sie weitere Anregungen, wie sich das Interesse an MINT an Schulen gestärkt werden kann.

Technik – Zukunft in Bayern 4.0 – Mädchen für Technik-Camps

Was will ich werden? Was kann ich gut, was interessiert mich wirklich? Auch im Pandemie-Jahr 2020 ist das Thema Berufsorientierung für Jugendliche wichtig. Leider mussten in den Herbstferien 2020 erneut alle geplanten Präsenzcamps des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. abgesagt werden. Jedoch konnten gemeinsam mit den Kooperationspartnern digitale Alternativen auf die Beine gestellt werden.

“Mädchen für Technik”-Camps

Den Anfang machten die Online-Veranstaltungen der “Mädchen für Technik”-Camps. Bei der Knorr-Bremse AG in München sowie der DEHN SE + CO KG in Neumarkt bekamen die teilnehmenden Mädchen einen Einblick in die jeweiligen Unternehmen und deren betriebliche Abläufe. Es wurden Ausbildungsberufe orgestellt und Bewerbungstrainings durchgeführt.
Bei der DIEHL Ausbildungs- und Qualifizierungs-GmbH lernten die Mädchen nicht nur virtuell die Ausbildungswerkstatt kennen, sondern erstellten innerhalb von 3 Tagen ihre eigene hydraulische Roboterhand, was bei allen Teilnehmerinnen sehr gut ankam.

“Forscherinnen-Camps”

Die drei geplanten “Forscherinnen-Camps” fanden mit Unterstützung der Kooperationspartner*innen kurzfristig ebenfalls online statt. Bei der ZF Friedrichshafen AG und an der Universität Passau konnten die Schülerinnen einen Einblick in die Themen Scannen und 3D-Druck erhalten. Studiengänge und (duale) Ausbildungsmöglichkeiten der beiden Kooperationspartner wurden vorgestellt. Ebenso wurde ein Workshop zu neuen agilen Arbeitsmethoden durchgeführt.
Dank der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Siemens Healthineers erlangten die Teilnehmerinnen innerhalb von drei Tagen Kenntnisse in den Bereichen Informatik und medizinische Bildgebung. Daneben standen Workshops zu den Themen “Persönlichkeitstypen” und “Konfliktmanagement” mit auf dem Plan.
Die MTU Aero Engines AG ermöglichte den Teilnehmerinnen einen digitalen Rundgang durch die Lehrwerkstatt. Ausbildungsberufe bei MTU und Studiengänge der Fachhochschule Kufstein wurden vorgestellt und auch das Thema New Work” wurde in einem Workshop behandelt.

“Technik-trifft-Umwelt-Camp”

Auch das “Technik-trifft-Umwelt-Camp” hat im digitalen Raum stattgefunden. Neben dem Vorstellen der Studiengänge und einer digitalen Campusführung an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) lernten die Teilnehmer*innen das Energietechnik-Unternehmen Georg Bergsteiner GmbH kennen. Besonders interessant war für die Teilnehmer*innen der Vortrag zum Thema Energietechnik sowie die Fragerunde mit einer Studentin der THI. Ein Blick auf die eigenen Stärken rundeten die gelungene Veranstaltung ab.

“Hightech live!”-Projekttage

Kurzfristig mussten ebenfalls die “Hightech live!”-Projekttage umgeplant werden. Bei der Trane Klima- und Kältetechnische Büro GmbH erhielten die Teilnehmer*innen einen digitalen Einblick ins Unternehmen, konnten den Ausbildungsberuf des/der Mechatroniker*in für Kältetechnik genauer kennenlernen und Tipps zur Bewerbung von den Ausbilder*innen erhalten.
Am 18. November 220 wird die kößler technologie GmbH einen weiteren “Hightech live!”-Projekttag online durchführen. Die Teilnehmer*innen erwartet ein virtueller Einblick in die Ausbildungswerkstatt sowie in die verschiedene Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bei dem Unternehmen. Beendet wird die Veranstaltung mit einem Quiz.

Die vorgestellten Camps werden im Rahmen der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0 angeboten. Sie wird von den bayerischen Metall+Elektro Arbeitgebern bayme vbm und vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert. Trotz Corona konnten die Veranstalter den Jugendlichen zeigen, dass MINT-Berufe abwechslungsreich sind, Spaß machen und eine attraktive berufliche Perspektive bieten.