In zwei einwöchigen Forscherinnen‑Camps erhielten jeweils 15 Teilnehmerinnen die Möglichkeit, Technik praxisnah zu erleben. Durch eigene Projekte, Einblicke in verschiedene technische Berufsbilder und duale Studiengänge konnten die Jugendlichen ihre Stärken entdecken, Neues ausprobieren und Zukunftsberufe kennenlernen.
Das Forscherinnen-Camp ist eines von mehreren Camp-Formaten zur Berufsorientierung, umgesetzt von der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern und unterstützt von den bayerischen M+E Arbeitgebern bayme vbm als Hauptförderer sowie vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
Praxiserfahrung, Teamarbeit und Technik zum Anfassen
Forscherinnen-Camp mit SGL Carbon und der Technischen Hochschule Augsburg
Die Camp-Teilnehmerinnen tauchten in die Praxis ein und testeten ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen aus. Dabei entdeckten sie, wie Produkte aus neuen und recycelten Materialien entstehen und worin sich die Herstellungsprozesse unterscheiden. Sie arbeiteten dabei mit modernen Technologien wie 3D-Druck, Carbonfasern sowie Textil- und Kunststoffrecycling und setzten eigene Ideen praktisch um.
Forscherinnen-Camp mit MBDA Deutschland GmbH in Schrobenhausen & der Technischen Hochschule Ingolstadt
Gemeinsam mit Auszubildenden und Ausbildenden sowie Hochschulvertretungen konnten die Camp-Teilnehmerinnen mehr über KI, Robotik, Cyber Security und Simulationen erfahren und wie technische Systeme auch in unsicheren Situationen zuverlässig handeln können.
Einblicke ermöglichen – Perspektiven öffnen
SGL Carbon und die Technische Hochschule Augsburg waren gemeinsam zum zweiten Mal Gastgeber des Camps. “Die großartigen Erfahrungen aus dem letztjährigen Camp haben uns eindrucksvoll gezeigt, wie viel Begeisterung und Talent in jungen Forscherinnen stecken. Ihre Neugier, Kreativität und Freude beim Entdecken unserer Technologien und beim Entwickeln eigener Ideen haben uns nachhaltig beeindruckt. Als in der Region Augsburg verwurzeltes Hightech-Unternehmen ist es uns daher ein besonderes Anliegen, auch in diesem Jahr wieder Einblicke in unseren Standort und unsere
Innovationen zu ermöglichen – und damit erneut Neugier, Mut und den Spaß an Technik und Wissenschaft zu fördern. Wir freuen uns sehr auf die Forscherinnen des diesjährigen Camps und ihre frischen Impulse“, sagt Alexander Miehling, Standortleiter der SGL Carbon in Meitingen.
“Wir setzen uns aus Überzeugung für eine gelungene Frauenförderung im MINT-Bereich ein. Für unsere Zukunft brauchen wir die Fähigkeiten starker Frauen in naturwissenschaftlichen Berufen“, sagt Prof. Dr. László Kovács, Vizepräsident für Studium und Lehre an der THA.
Die MBDA Deutschland GmbH aus Schrobenhausen und die Technische Hochschule Ingolstadt waren gemeinsam zum ersten Mal Gastgeber des Camps. “Initiativen wie das Forscherinnen-Camp sind für uns ein wichtiger Baustein in der Nachwuchsförderung“, so Marc Zizmann, Geschäftsführer & Leiter Personal der MBDA Deutschland. “Wir wollen Mädchen und junge Frauen ermutigen, ihre Begeisterung für Technik weiterzuverfolgen und ihnen zeigen, welche vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten bei MBDA auf sie warten. Denn wir sind überzeugt: Innovation entsteht dort, wo Vielfalt gelebt wird.“
Auch aus Sicht der Technischen Hochschule Ingolstadt ist es entscheidend, Technik frühzeitig erfahrbar zu machen. “Technik muss erlebbar sein, um zu begeistern. Genau das gelingt hier. Die Schülerinnen entdecken nicht nur Technologien, sondern auch ihre eigenen Fähigkeiten und Perspektiven“, sagt Professorin Beate Navarro Bullock von der Technischen Hochschule Ingolstadt.
Nachwuchsförderung beginnt mit Praxis
Die Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern wurde vor über 25 Jahren vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. ins Leben gerufen. Mit sieben Camp-Formaten bringt sie Jugendliche mit Unternehmen, Hochschulen und Ausbildungsberufen in Kontakt – immer mit dem Ziel, sie in ihrer Berufsorientierung zu stärken und ihnen praxisnah Perspektiven zu eröffnen. Das Forscherinnen-Camp richtet sich gezielt an junge Frauen, die technische Berufe und duale Studiengänge erkunden und sich in praxisnahen Projekten ausprobieren möchten.

Mit unseren Camps ermöglichen wir Jugendlichen praxisnahe Berufsorientierung und erste spannende Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten in der M+E-Industrie – direkt vor Ort, mit echten Vorbildern. So wecken wir frühzeitig Begeisterung für MINT-Berufe und bringen die jungen Talente mit den Unternehmen vor Ort als mögliche Arbeitgeber von Morgen zusammen. Damit leisten die Camps einen wertvollen Beitrag zur Arbeits- und Fachkräftesicherung in der Region.
Bertram Brossardt, bayme vbm Hauptgeschäftsführer

Mehr als ein Praktikum – ein Ferienerlebnis mit Mehrwert
Begleitet von einem pädagogischen Team und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm erlebten die Teilnehmenden intensive Tage voller neuer Eindrücke, Herausforderungen und Erfolgserlebnisse.
“Unsere Camps fördern nicht nur Technikkompetenz, sondern auch Teamgeist, Selbständigkeit und Kommunikationsstärke“, sagt Stefanie Piparo, Projektleitung bei Technik – Zukunft in Bayern. “Und damit alle mitmachen können, ist die Teilnahme kostenfrei.“
Am letzten Tag präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse vor Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, Hochschule, Eltern, Presse und Förderern. Sie blicken nun auf ein einmaliges Ferienerlebnis zurück.
Eindrücke von Teilnehmerinnen
“Ich bin sehr zufrieden und glücklich in dem Camp. Wir durften viel machen und ausprobieren und auch das Programm ist gut. Es gab zwar immer wieder Pausen zwischen den Werkstücken, aber keine Langeweile.“ (Victoria, 16 Jahre)
“Ich hatte noch keine Ahnung, was in der Woche so auf mich zukommen wird. Das Unternehmen kannte ich vorher noch nicht und für mich war Carbon bisher ein Element im Periodensystem. Jetzt weiß ich was Carbon ist und wie es hergestellt wird.“ (Tasneem, 16 Jahre)
“Es war sehr beeindruckend hinter den Kulissen zu sehen und wie herzlich wir empfangen wurden!“ (Paula, 15 Jahre)
“Ich war zum ersten Mal dabei und fand es total schön und würde gerne nochmal teilnehmen.“ (Laura, 15 Jahre)
“Ich fand es toll, dass wir viel selbst ausprobieren durften. So konnten wir ein besseres Gefühl dafür bekommen, wie es ist, in diesen Bereichen zu arbeiten. Das war sehr spannend.“ (Julia, 17 Jahre)














