Weiterführende Schule

Digitale Schule 2020

Arbeitstagung vom 6. und 7. Mai 2019 stellt das Thema Informationskompetenz in den Fokus

Im zweiten Projektjahr des Schulversuchs "Digitale Schule 2020" galt das Augenmerk neben der Unterrichtsentwicklung in den einzelnen Fächern auch Querschnittsthemen wie Kommunikation, Kreativität und Individualisierung. Am 6. und 7. Mai 2019 trafen sich die Lehrkräfte der Modell- und Netzwerkschulen, um sich mit dem Thema Informationskompetenz intensiv auseinanderzusetzen. In Zeiten, in den immer mehr Quellen und Texte, analog wie digital, zur Verfügung stehen, ist diese Kompetenz von enormer Wichtigkeit.

Zum Auftakt der Tagung bewies der Physiker und Zauberkünstler Thomas Fraps eindrucksvoll, warum Wissen nicht vor Täuschung und Fake News schützt. Da unser Gehirn Vorhersagen trifft, Vorwissen aktiviert oder (bewusst) abgelenkt wird, kommt es zu Fehlern in der (visuellen) Wahrnehmung. Beeinflussung erfahren wir zudem durch Framing und Narratives. Der theoretische Input wurde durch amüsante Zaubertricks unterstrichen. So zauberte Thomas Fraps einen personalisierten Geldschein in eine Zitrone oder konnte mittels einer Brain-App Gedanken von Teilnehmern lesen.

Dr. Katja Friedrich vom Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwigs-Maximilians-Universität München referierte über das Informationsverhalten von Jugendlichen und stellte die Bedeutung von Informationskompetenz bei Jugendlichen heraus.
Wichtige Anleitungen zum Urheberrecht und zu Metadaten erhielten die Teilnehmer von Armin Hanisch.
Über effizientes und zielgerichtetes Recherchieren informierte Dr. Patrizia Kramliczek vom Bayerischen Rundfunk, sie stellte auch die Initiative "So geht MEDIEN" vor.
Für den Bereich Grundschule bereitete Verena Knoblauch das Thema Informationskompetenz auf.

Großen Raum nahm bei der Tagung "Lesekompetenz als Kernkompetenz" auch beziehungsweise gerade in Zeiten der Digitalisierung ein. Der Vortrag von Christina Neugebauer vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) zeigte, dass alle Fächer gefordert sind, Lesekompetenz zu fördern. Es bestehe eine Korrelation zwischen Leistungen im Fach und Lesekompetenz. Darüber, wie, wo und wann kognitive Lesestrategien und metakognitive Kontrollstrategien gelehrt und geübt werden, müsse systematisch an der Schule festgelegt sein. In einer engagierten Diskussion wurde die Zukunft des Lesens erörtert. Im Nachgang zu den Vorträgen erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ideen, wie die Themen im Medien-Methoden-Curriculum verankert werden können.

Hier können Sie sich über das Projekt "Digitale Schule 2020" informieren.

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