Weiterbildung

Taskforce Fachkräftesicherung+

Beschäftigungschancen für Langzeitarbeitslose aufzeigen – Projekt "LZA – Chance zum Wiedereinstieg" trägt zur erfolgreichen Arbeitsmarktintegration bei

Im Rahmen der Initiative Fachkräftesicherung FKS+ wurde in Kooperation mit der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit das Projekt "LZA – Chance zum Wiedereinstieg" an den drei Standorten München, Nürnberg und Augsburg durchgeführt. Ziel des Projekts war es, durch ein intensives Coaching und eine Kompetenzfeststellung Langzeitarbeitslose an eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt heranzuführen. Zum Abschluss des Projekts fand ein Projektbesuch statt, bei dem ein erfolgreiches Integrationsbeispiel vorgestellt wurde und ein Fazit gezogen wurde.

Erfolgsfaktor individuelle Betreuung

Dr. Christof Prechtl, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) e. V. und Leiter der Abteilung Bildung, Fachkräftesicherung und Integration, betonte in seinem Begrüßungsstatement, dass es trotz der teilweise langen Arbeitslosigkeit der Projektteilnehmer gelungen ist, jedem Teilnehmer neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt aufzuzeigen und dass über 40 Prozent der vermittelbaren Teilnehmer eine Beschäftigung gefunden haben. Der entscheidende Erfolgsfaktor ist seiner Einschätzung nach die individuelle Begleitung und Betreuung der Teilnehmer im Projekt. Motivation für die vbw an solchen Projekten mitzuwirken ist, dazu beizutragen, die Erfahrungen zu nutzen, um künftig in der Fläche Wege in Beschäftigung besser zu gestalten.

Projekt als "arbeitsmarktpolitisches Labor"

Klaus Beier, Geschäftsführer Operativ und ständiger Vertreter des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern, zeigte sich erfreut, dass die vbw und die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit erneut gemeinsam in einem Projekt ausloten konnten, welchen Faktoren für eine erfolgreiche Integration in Arbeit ausschlaggebend sind. Nach Ablauf des Projekts erfolgt nun eine Evaluation und es wird geprüft, welche Elemente künftig in die Fläche getragen werden können. Beier betonte, dass es bei allen Anstrengungen zur Fachkräftesicherung erste Priorität sein muss, bestehende Potenziale zu nutzen. So kann es gelingen, einerseits Fachkräfte zu gewinnen und gleichzeitig Menschen die Perspektive für ein selbstgestaltetes Leben zu geben.

Erfolgreiche Arbeitsmarktintegration

Um einen Einblick in die Erfolge des Projekts zu gewinnen, wurde ein erfolgreiche Integrationsmaßnahme vorgestellt. Yusuf Hodiri, ein Teilnehmer am Standort München, ist seit November 2019 bei der enGEtec GmbH als Elektroniker im Bereich Energie- und Gebäudetechnik beschäftigt. Herr Hodiri berichtete von seinen Erfahrungen in dem Projekt. So wurde er bei dem Erstellen von Bewerbungsunterlagen unterstützt und für Bewerbungsgespräche gecoacht. Ihm wurden ausgehend von seinen Vorkenntnissen Wege in eine Beschäftigung aufgezeigt und mögliche Weiterqualifizierungen skizziert. Nach einem Praktikum bei der Firma enGEtec GmbH in München wurde er dort angestellt und bereitet sich nun auf die Anerkennung seiner Qualifikationen vor. Langfristig möchte sich Herr Hodiri zum Meister ausbilden lassen.
Für den Geschäftsführer der enGEtec GmbH, Johnny Bachmeier, sind Arbeitnehmer wie Yusuf Hodiri wichtig, um den Fachkräftebedarf zu decken. Das Unternehmen aus der Baubranche kann mittlerweile Aufträge nicht mehr annehmen, weil Arbeitskräfte zur Abwicklung fehlen. Diese sind auf den herkömmlichen Wegen kaum mehr zu finden, deshalb arbeitet man gerne mit Bildungsträgern zusammen, um neue Wege bei der Gewinnung von Fachkräften zu gehen. Wichtig ist dem Unternehmen dabei, dass man potentielle neue Mitarbeiter erst einmal über ein Praktikum kennenlernen kann, um eine Einschätzung der Person und ihrer beruflichen Kenntnisse vornehmen zu können.

Vorsprung durch Bildung

Eine Offensive der bayerischen Wirtschaft