Weiterbildung

Frauen in Führungspositionen

Frauenförderung für die M+E Branche – bayme vbm organisieren Austausch-Forum mit erfahrenen Trainerinnen und weiblichen Führungskräften

Beim zweiten "Forum Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte" am 20. November 2018 legten bayme vbm den Fokus auf die Bedeutung von Frauen für die Arbeitswelt.
"Auch mit Blick auf den Fachkräftemangel ist es dringend geboten, den Frauenanteil am Arbeitsmarkt weiter zu erhöhen. Mit dieser Veranstaltung wollen wir weiblichen Führungskräften der bayerischen M+E Industrie eine Austauschplattform und Raum für die Netzwerkbildung bieten. Dies ist ein weiterer Baustein unseres langjährigen Engagements für mehr Frauen in der Arbeitswelt und in Führungspositionen", so bayme vbm Geschäftsführer Ivor Parvanov zur Eröffnung.

bayme vbm leisten schon länger ihren Beitrag zur Förderung von Frauen, wie unter anderem das Projekt "Frauen in Führungspositionen" zeigt. Die Arbeitgeberverbände starteten es bereits 2010. "Das Ergebnis dieses Entwicklungsprogramms für weibliche Führungskräfte kann sich sehen lassen: Von 51 Teilnehmerinnen haben nach Projektende 15 eine anspruchsvollere Position als zu Beginn", so Parvanov.

Körpersprache und Wirkung

Die Managementtrainerin Monika Matschnig gab spannende Einblicke und Tipps, welche Rolle Körpersprache im Tagesgeschäft spielt und wie man seine Wirkungskompetenz erhöhen kann. Denn heutzutage sei nicht die Sache an sich das Wichtigste, sondern eben auch die Wirkung. Hinzu komme die richtige Einstellung im Kopf. Ebenfalls müsse der erste Eindruck, der im Schnitt in nur 150 Millisekunden gefällt wird, beachtet werden, da hier via Sympathie und Antipathie auch die Zuschreibung von Kompetenz erfolgt.

Flexible Arbeitszeitmodelle im Fokus

Brigitte Abrell bot den zahlreichen Zuhörerinnen einen interessanten Einblick in flexible Teilzeitmodelle. Auch für Führungskräfte gebe es solche Modelle. Die Vor- und Nachteile vom "Führen in Teilzeit" beschrieb die Buchautorin plastisch und anhand von etlichen Beispielen. Praxistipps rundeten den Vortrag ab.

Karriere durch Bewerbung

Wie schauen erfolgreiche Karrieren aus? Welche Merkmale finden sich hier gehäuft? Dieser Frage widmete sich Dr. Oliver Stettes vom iw Köln. Dabei stellte er die Mechanismen vor, die gehäuft zu finden sind: So sind Können, Fachkompetenzen sowie bereits erbrachte Leistungen für einen beruflichen Aufstieg wichtig. Darüber hinaus werde jedoch oft übersehen, welche Rolle persönliche Kompetenzen spielen: Problemlösungskompetenzen, Motivationsfähigkeit, Netzwerken oder Belastbarkeit sind dabei nur einige Beispiele.

Praxisinputs durch Powerfrauen

Welche Erfahrungen Frauen aus der obersten Führungsriege in der Praxis machen, wie sie ihre Karriere gestaltet haben und welche Vorstellungen sie im Bereich "Frauen in der Arbeitswelt" haben, schilderten nach der Mittagspause vier Vorstände großer Unternehmen aus Bayern. Angelique Renkhoff-Mücke, Vorstandsvorsitzende der Warema Renkhoff SE, bot Einblicke in die Situation sowohl des Sonnenschutzherstellers aus Marktheidenfeld als auch der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert haben. Vor allem der Einstieg sei erfahrungsreich gewesen. Die Verhandlungsführerin der bayerischen M+E Arbeitgeberverbände rief die Frauen auf, mehr Selbstbewusstsein zu zeigen und bei sich bietenden Angeboten nicht zu zögern.
Susanne Lang, geschäftsführende Gesellschafterin der Mekra Lang GmbH & Co. KG, zielte mit ihrem Vortrag vor allem auf den Aspekt Vereinbarkeit ab. Das ca. 2200 Beschäftigte umfassende Unternehmen aus dem mittelfränkischen Ergersheim betreibt mit dem Frieda-Lang-Haus Kinderkrippe, Kindergarten und Schule in einem Haus. Allein hier arbeiten 30 Mitarbeiterinnen. Für die Fachkräftesicherung sei dieses Angebot äußerst hilfreich. Allerdings waren viele bürokratische Hürden zu meistern.
Annette Grimm, HR-Chefin der Continental Automotive GmbH aus Regensburg, berichtete über Frauenförderung in großen Unternehmen. Dabei ging sie detailliert darauf ein, welche Möglichkeiten Führungskräfte haben, um Frauenkarrieren zu fördern und Hemmschuhe zu beseitigen.
Janina Kugel, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin bei Siemens, zeigte spannende Einblicke in die Rolle von Frauen in Führungspositionen bei Siemens. Sie erklärte das Diversity-Management bei dem Münchner Konzern, welche Gründe dafür sprechen und welche Vorteile man sich damit erhofft.

Internationaler Vergleich

Der Diversity-Berater Michael Stuber warf einen Blick auf die Diversity-Lage in anderen Ländern. Dabei zeigen sich recht große Unterschiede zwischen den einzelnen Kulturen. Abschließend zeigte die Schweizer Journalistin Tamara Wernli auf, welche Rolle das Selbstbewusstsein, das Auftreten und der Umgang mit Niederlagen haben. Dabei sollten sich Frauen nicht hinter Stereotypen verstecken oder Entschuldigungen in der Statistik suchen.

Weitere Informationen zu dem Projekt "Frauen in Führungspositionen" finden Sie hier.

Vorsprung durch Bildung

Eine Offensive der bayerischen Wirtschaft