Weiterführende Schule

Girls´ Day Akademie

bayme vbm und Bundesagentur für Arbeit ziehen positive Projektbilanz – 21 Schulen führen in Kooperation mit 53 Unternehmen im Schuljahr 2019/2020 Girls‘ Day Akademien auch digital durch – Schülerinnen lernen M+E Berufe praxisnah kennen 

Die Bayerischen Metall+Elektro Arbeitgeber bayme vbm, die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie haben anlässlich einer virtuellen Abschlussveranstaltung in Weiden Anfang Juli 2020 eine positive Bilanz zu ihrem gemeinsamen Projekt Girls‘ Day Akademie gezogen.

Derzeit sind rund 26 Prozent der Beschäftigten in der bayerischen M+E Industrie weiblich, deutschlandweit nur rund 20 Prozent. Wir wollen, dass noch mehr Frauen den Weg in technische Berufe und damit in die bayerischen M+E Unternehmen finden. Dafür müssen wir zum einen über die sehr guten Rahmenbedingungen in der M+E Industrie informieren. Die bayerische M+E Industrie steht für hohe Übernahmequoten und sehr gute Verdienste. Zum anderen müssen wir Frauen noch besser als bisher an die "Männerdomäne Technik" heranführen. Die Girls‘Day Akademie ist eine erfolgreiche Initiative, um schon bei jungen Mädchen Begeisterung für Technik zu wecken.

bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich der Veranstaltung

Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, ergänzte: "Mit der Girls Day Akademie möchten wir junge Frauen ermutigen, ihre Stärken zu nutzen und sich nach der Schule für einen technischen Beruf zu entscheiden. Im Rahmen der Akademie können sich Mädchen in einem geschützten Rahmen mit interessanten und abwechslungsreichen Aktivitäten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ausprobieren. Die beteiligten Unternehmen können direkt für diese Ausbildungsberufe werben und so selbst etwas für ihren Fachkräftenachwuchs tun. Daher haben alle Beteiligten einen großen Gewinn davon."

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger unterstrich: "Die Girls‘ Day Akademie ist ein hervorragendes Projekt, das junge Frauen für technische Berufe begeistert. Die Corona-Krise darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Fachkräftebedarf insbesondere bei MINT bleibt – und hier müssen wir auf die Frauen setzen. Die Girls‘ Day Akademie weckt seit Jahren erfolgreich das Interesse junger Frauen an Berufen im Technikbereich und hat sich bayernweit als Projekt zur Berufsorientierung bei Schülerinnen bewährt. Von dieser Initiative profitieren Unternehmen als zukünftige Arbeitgeber und junge Frauen als angehende Auszubildende gleichermaßen."

19 Akademien werden derzeit im Freistaat Bayern als Kooperationsmodell zwischen einer teilnehmenden Schule, mehreren Unternehmen und einer weiterführenden Schule oder Hochschule durchgeführt. Bayernweit beteiligen sich im zu Ende gehenden Schuljahr 2019/2020 insgesamt 21 Schulen sowie 53 Unternehmen.
Die Girls‘ Day Akademien werden während des ganzen Schuljahres für bis zu 15 Schülerinnen angeboten und finden ergänzend zum Schulunterricht statt. Die Teilnehmerinnen treffen sich in der Regel wöchentlich, um ihre technischen Fähigkeiten zu erproben und Einblicke in die M+E Berufswelt zu bekommen. Angesichts der Corona-Krise setzt die Girls‘ Day Akademie verstärkt auf vielfältige digitale Konzepte und Angebote wie Webinare oder angeleitete Home-Experimente. Auch die Eltern werden im Rahmen eines Online-MINT-Elternabends über ihre Rolle als Unterstützer im Berufsorientierungsprozess ihrer Töchter und über die Chancen für Frauen in MINT-Berufen informiert.

Weitere Informationen zur Girls‘ Day Akademie finden Sie hier.

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