Berufliche Bildung

Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge

Am 24. Juni 2016 informierten sich vbw-Hauptgeschäftsführer Brossardt und Staatssekretär Eisenreich in Höchstadt an der Donau über den Stand des Projektes.

Das Modellprojekt der Stiftung Bildungspakt Bayern, das von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. exklusiv unterstützt wird, identifiziert, systematisiert und optimiert die Faktoren für eine erfolgreiche Integration jugendlicher Asylbewerber und Flüchtlinge in eine duale Ausbildung.

Jugendliche Asylbewerber und Flüchtlinge werden über zwei Jahre auf das Berufsleben vorbereitet. Sie besuchen eine Vorklasse zum Berufsintegrationsjahr und ein anschließendes Berufsintegrationsjahr. Im ersten Jahr erhalten sie eine intensive sprachliche Förderung, im zweiten Jahr findet eine zusätzliche Berufsvorbereitung statt. Jugendliche, die nach diesen beiden Jahren noch keine Ausbildungsreife erlangt haben bzw. keinen Ausbildungsplatz finden, werden im beruflichen Übergangsjahr ein weiteres Jahr lang unterstützt.

Im Modellprojekt wird an 21 Berufsschulen ermittelt, welche Faktoren innerhalb dieser Maßnahmen zu einer erfolgreichen Vorbereitung und anschließenden Integration in den Ausbildungsmarkt beitragen. Aufbauend auf den Erfahrungen der Modellschulen werden schulisch beeinflussbare Handlungsfelder im Bereich der Schulentwicklung wie Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung analysiert, Maßnahmen erprobt und multiplizierbare Konzepte optimiert bzw. entwickelt.

Die Bewältigung des Flüchtlingsstroms ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der die Wirtschaft ihren Teil beitragen will. Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt muss auf Basis realistischer Erwartungen erfolgen. Man muss zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Perspektiven unterscheiden. Kurzfristig ist ein Eintritt in Arbeit und Ausbildung nur für Wenige möglich. Mittelfristig können besonders die Jugendlichen und jugendlichen Heranwachsenden unter 25 Jahren einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten, wenn es gelingt, das Schulsystem noch mehr auf Integration auszurichten und parallel begleitende oder ersetzende Systeme zu schaffen. Langfristig sind Jugendliche gut in den Arbeitsmarkt integrierbar und können einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Bildung und Spracherwerb sind dafür zentrale Voraussetzungen.

Die Berufsschulen bereiten junge berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge auf eine Ausbildung vor. Deshalb setzt das Projekt hier an. Je besser die Sprachförderung und die auf die Zielgruppe zugeschnittene Berufsorientierung, desto eher gelingt die Eingliederung in den Ausbildungsmarkt. Mit dem Projekt werden Erkenntnisse erlangt, die die Basis für die erfolgreiche Ausbildungsmarktintegration von Asylbewerbern mit hohen Bleibechancen bieten.

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Vorsprung durch Bildung

Eine Offensive der bayerischen Wirtschaft