Weiterführende Schule

Technik – Zukunft in Bayern 4.0 - Smart City – Zukunft mitdenken!

Zukunftsvisionen für den Landkreis Starnberg – Jugendliche stellen digitale Projekte in Bürgerversammlung vor

Gehwege als smarte "Fühlwege" für unterschiedliche Nutzer*innen. Ein modernes Mobilitätskonzept für den Landkreis Starnberg. Der Arbeitsplatz der Zukunft für Schüler*innen und Azubis. Und Vorschläge, wie das Leben in Starnberg mit Hilfe der Digitalisierung leichter und günstiger werden könnte: So vielseitig sind die Ideen der Schüler*innen aus dem Landkreis Starnberg, die sich am Projekt "Smart City – Zukunft mitdenken!" des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. und der Bayerischen Metall+Elektro Arbeitgeber bayme vbm beteiligt haben.

Vier Schulen – die Mittelschule Gilching, die Paul-Hey-Mittelschule Gauting, das Gymnasium Kempfenhausen und die Mittelschule Starnberg – haben sich mit insgesamt 60 Teilnehmer*innen an dem Projekt beteiligt. Die Aufgabe der Acht- bis Zehntklässler*innen war, innovative Konzepte für die Zukunft des Landkreises zu entwickeln. Dafür haben sie Informationen zu Megatrends wie Urbanisierung, Mobilität, Vernetzung, Wissenskultur und New Work bekommen und mit Hilfe von Kreativtechniken und Expert*innen ihre Ideen ausgearbeitet.

Diskussion mit Landrat und Wirtschaftsvertreter*innen

Am 22. November 2019 haben die Jugendlichen ihre Vorschläge bei einer Bürgerversammlung im Landratsamt Starnberg mit Bürger*innen und Vertreter*innen aus Wirtschaft und Politik diskutiert. Mit dabei war unter anderem Karl Roth, Landrat des Landkreises Starnberg, sowie Annette von Nordeck, Wirtschaftsförderin der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusförderung Starnberg, die die Umsetzung des Projektes maßgeblich unterstützt hat. Auch Gert Bruckner, Ministerialdirigent im Bayerischen Ministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, und Marc Hilgenfeld, Geschäftsführer der Bezirksgruppe München-Oberbayern in der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw), interessierten sich für die Ideen der Schüler*innen.

"Spannender und realistischer Einblick in die Lebenswelt 4.0"

"Die Digitalisierung verändert unsere Lebens- und Arbeitswelt in atemberaubendem Tempo", sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Metall+Arbeitgeber bayme vbm, anlässlich der Bürgerversammlung.

Das Projekt Smart City – Zukunft mitdenken! gibt einen ebenso spannenden wie realistischen Einblick in die Lebenswelt 4.0. Die Jugendlichen befassen sich mit Herausforderungen im Bereich der Urbanisierung und entwickeln intelligente digitaleLösungsvorschläge. So lernen sie, mit den neuen Medien umzugehen. Unsere Nachwuchskräfte brauchen diese Kompetenzen.

Bertram Brossardt, bayme vbm Hauptgeschäftsführer

"Sehr wichtig, dass die Jugend bei der Gestaltung der Zukunft dabei ist"

Die Schüler*innen haben sich ihre Themen selbst überlegt. Die Idee der intelligenten "Fühlwege" entstand unter der Überschrift "smart-communication" an der Mittelschule Gilching. Am Gymnasium Kempfenhausen ging es unter dem Projekttitel "smart-mobility" um die Entwicklung eines modernen Mobilitätskonzeptes für Starnberg. Die Projektgruppe an der Mittelschule Starnberg bearbeitete bei "smart-living" die Frage, wie das Leben im teuren Starnberg mit Hilfe der Digitalisierung günstiger werden kann. Und die Teilnehmer*innen der Paul-Hey-Mittelschule Gilching beschäftigten sich bei "smart-work" mit dem Arbeitsplatz der Zukunft für Schüler*innen und Azubis.

Die 14-jährige Heidi beschrieb die Idee der Gilchinger Schüler*innen so: "Eine intelligente Uhr, mit der man mit der Schule kommunizieren und sich Erinnerungen schicken lassen kann." "Sie übernimmt die Erinnerung an Hausaufgaben, Referate, Proben und so weiter", erklärte Heidis Mitschüler Dominik, 15. Die Schüler*innen haben erfahren, dass es gar nicht so einfach ist, Digitalisierungs-Ideen umzusetzen. Aber auch, dass die Digitalisierung große Chancen birgt. Timo, 15, sagte: "Ich habe für mich festgestellt, dass es sehr wichtig ist, dass die Jugend bei der Gestaltung der Zukunft dabei ist!"

Eines von fünf digitalen Projekten von Technik – Zukunft in Bayern 4.0

In den Vorjahren hat "Smart City – Zukunft mitdenken!" bereits in Landshut, Sonthofen und Kulmbach stattgefunden. Es geht bei diesem Projekt auch darum, dass Jugendliche Lust bekommen, ihre Heimat zu gestalten, sie auf ihrem Weg zur Smart City zu begleiten und sich politisch zu engagieren. Anhand von Fragen wird geprüft, ob die Ideen der Jugendlichen tatsächlich das Potenzial haben, sich durchzusetzen.

"Smart City – Zukunft mitdenken!" ist eines von 16 Projekten und Angeboten der MINT-Bildungsinitiative "Technik – Zukunft in Bayern 4.0" des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e.V. und der Bayerischen Metall+Elektro Arbeitgeber bayme vbm. Sie wird auch vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Landesentwicklung gefördert wird. Digitale Projekte rücken immer mehr in den Fokus der Bildungsinitiative. Neben "Smart City – Zukunft mitdenken!" gibt es bereits vier weitere Projekte mit digitalem Schwerpunkt: StartApp, DigiCamp, New Work und Computational Thinking Workdays.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Vorsprung durch Bildung

Eine Offensive der bayerischen Wirtschaft