Weiterführende Schule

"Technik – Zukunft in Bayern 4.0" - "Forscherinnen-Camps"

Pressemitteilung – "Forscherinnen-Camp“ bei GKN Aerospace und an der Hochschule der Bayerischen Wirtschaft München bietet Impulse für die künftige Berufswahl

An technischen Problemen tüfteln, bis man zu einer Lösung kommt – ein gutes Gefühl! Eines, das zehn Schülerinnen im "Forscherinnen-Camp" der Bildungsinitiative "Technik – Zukunft in Bayern 4.0" bei der GKN Aerospace Deutschland GmbH und der Hochschule der Bayerischen Wirtschaft (HDBW) gGmbH in München erlebt haben.

Das Thema der Projektwoche lautete "Leichte CFK-Schalen im Flugzeugbau". "CFK" steht für "carbonfaserverstärkter Kunststoff". Die 15- bis 18-jährigen Schülerinnen haben die Materialeigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten dieses leichten und doch stabilen Werkstoffs in der Flugzeugindustrie erkundet. Dabei erhielten sie Unterstützung von Dozent*innen, Studierenden und Ingenieur*innen, mit denen sie auch über deren Arbeit und Karriereverläufe von Frauen in technischen Berufen sprachen. Beim Besuch der Hochschule bekamen die Teilnehmerinnen zudem Einblick in verschiedene Studiengänge.

Voller Engagement haben die Schülerinnen bei der Abschlussveranstaltung am 31. Oktober 2019 ihre Ergebnisse präsentiert. Das Projekt hat sein Ziel erreicht: Das Camp des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. und der Bayerischen Metall+Elektro Arbeitgeber bayme vbm soll Mädchen Einblick in den Berufsalltag einer Ingenieurin verschaffen – und so das Interesse an technischen Berufen fördern.

"Junge Frauen für IT und Technik begeistern"

"Damit unsere bayerischen Unternehmen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie hochqualifizierte Nachwuchskräfte in den Bereichen Technik und IT. Wir möchten junge Frauen für diese Berufe begeistern und so wertvolles Potenzial ausschöpfen", sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer von bayme vbm, anlässlich der Abschlussveranstaltung des Camps. Am selben Strang zieht auch Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, es fördert das "Forscherinnen-Camp" seit Jahren.

Für eine Karriere von Frauen in den bayerischen Metall- und Elektro-Unternehmen sprechen laut Brossardt "vielfältige Tätigkeiten, sehr gute Verdienstmöglichkeiten sowie sehr gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf." Das kann Dietmar Czaia, Geschäftsführer bei GKN Aerospace, nur bestätigen: "Wir fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aktiv. Uns ist es wichtig, den Frauenanteil auch in den technischen Berufen zu steigern. Das ‚Forscherinnen-Camp‘ ist nur ein Beispiel für unser Engagement dafür."

"Den Mut finden, Führungspositionen in der Technikbranche anzustreben"

Wie sehr die Camps bei der beruflichen Orientierung helfen, zeigt eine Studie des bbw: Rund 75 Prozent der Teilnehmerinnen wollen nach dem Camp-Besuch ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium beginnen. Das können sich auch die Teilnehmerinnen des aktuellen Camps vorstellen: Die 15-jährige Tamara berichtete, für sie hätten die sehr guten Einblicke in den Technikbereich die Aussicht auf die in einigen Jahren anstehende Berufswahl "tiefgehend verändert."
Nadja, 16 Jahre, findet, es sollte noch mehr Mädchen Technik nähergebracht werden. Denn: "In der modernen Welt ist es wichtig alte Klischees zu überwinden, damit auch Mädchen den Mut finden, Führungspositionen in der Technikbranche anzustreben."

"Unsere Studierenden sehen die Einbindung von Praxisbeispielen als großen Mehrwert für die Vorbereitung auf das künftige Arbeitsleben. Mit großer Begeisterung tüfteln sie schon während des Studiums an Praxisprojekten" sagte Dr. Evelyn Ehrenberger, Präsidentin der Hochschule der Bayerischen Wirtschaft. "Für die Schülerinnen ist das Camp eine tolle Möglichkeit, erste Eindrücke von einem technischen Studium zu bekommen."

2019 beteiligen sich sieben Unternehmen und acht Hochschulen

Noch immer ist der Frauenanteil in der Metall- und Elektro-Industrie gering, nur jeder vierte Arbeitnehmer in Bayern ist weiblich. Das soll sich ändern, darum richtet sich das "Forscherinnen-Camp" gezielt an junge Frauen: Die Zeit typischer Männerberufe ist vorbei, Erfolg im technischen Beruf hängt von der Einstellung und Begeisterung ab, nicht vom Geschlecht.

Die "Forscherinnen-Camps" sind 2007 gestartet. In diesem Jahr beteiligen sich sieben Unternehmen und acht Hochschulen und Universitäten. Die Camps sind bis auf An- und Abreise kostenfrei.

Informieren Sie sich hier über das Projekt.

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