Weiterführende Schule

"Technik – Zukunft in Bayern 4.0" - "Forscherinnen-Camps"

Pressemitteilung – Abschluss der Projektwoche bei Kaeser Kompressoren und an der Hochschule Coburg – Mädchen lernen Berufsalltag von Ingenieurinnen kennen

An technischen Problemen tüfteln, bis man zu einer Lösung kommt – ein gutes Gefühl. Eines, das zehn Schülerinnen in den Sommerferien 2019 im "Forscherinnen-Camp" bei der Kaeser Kompressoren SE und an der Hochschule Coburg erlebt haben.

Der Forschungsauftrag für die 15- bis 18-jährigen Schülerinnen lautete "Der Druckluft auf der Spur". Die Teilnehmerinnen haben eine Thermodynamik-Vorlesung besucht, die Installation einer Druckluftstation bei einem Kunden der Kaeser Kompressoren SE begleitet und SAM 4.0 kennengelernt, das zentrale Steuerungssystem für Druckluftprozesse. Dabei erhielten sie Unterstützung von Dozent*innen, Studierenden und Ingenieurinnen.

Voller Engagement präsentierten die Teilnehmerinnen bei der Abschlussveranstaltung am 2. August 2019 ihre Ergebnisse. Das Projekt hat sein Ziel erreicht: Das Camp des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) und der Bayerischen Metall+Elektro Arbeitgeber bayme vbm soll Mädchen Einblick in den Berufsalltag einer Ingenieurin verschaffen – und so das Interesse an technischen Berufen fördern. Am selben Strang zieht auch Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, das die "Forscherinnen-Camps" seit Jahren fördert.

Noch immer ist der Frauenanteil in der Metall- und Elektro-Industrie gering, nur jeder vierte Arbeitnehmer in Bayern ist weiblich. Das soll sich ändern, darum richtet sich das "Forscherinnen-Camp" gezielt an junge Frauen. Die Zeit typischer Männerberufe ist vorbei, Erfolg im technischen Beruf hängt von der Einstellung und Begeisterung ab – nicht vom Geschlecht.

Damit unsere bayerischen Unternehmen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie hochqualifizierte Nachwuchskräfte in den Bereichen Technik und IT. Wir möchten junge Frauen für diese Berufe begeistern und so wertvolles Potenzial ausschöpfen.

Bertram Brossardt, bayme vbm Hauptgeschäftsführer

Für eine Karriere von Frauen in den bayerischen Metall- und Elektro-Unternehmen sprechen laut Brossardt "vielfältige Tätigkeiten, sehr gute Verdienstmöglichkeiten sowie sehr gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf." Das kann Daniela Koehler, Pressesprecherin bei Kaeser, nur bestätigen. "Wir fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aktiv. Uns ist es wichtig, den Frauenanteil auch in den technischen Berufen zu steigern. Das Forscherinnen-Camp ist nur ein Beispiel für unser Engagement dafür."

Wie sehr die Camps bei der beruflichen Orientierung helfen, zeigt eine Studie des bbw. Rund 75 Prozent der Teilnehmerinnen wollen nach dem Camp-Besuch ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium beginnen. Das können sich auch die Teilnehmerinnen des aktuellen Camps vorstellen: "Das Camp hat mich darin bestärkt, einen Beruf im Ingenieurswesen zu erlernen", sagte die 15-jährige Larissa. "Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, Maschinenbau zu studieren."

Kimberly, 16 Jahre, fand es "cool, dass wir die Möglichkeit hatten überall reinzuschnuppern. Es war auch super, dass wir die Ingenieurinnen mit Fragen löchern durften." Und die 15-jährige Katharina bringt es so auf den Punkt: "Das ’Forscherinnen-Camp’ ist eine super Gelegenheit mehr über das Ingenieurstudium und technische Berufe zu erfahren. Wir haben viele Vorlesungen gehört, durften aber auch die ganzen Druckluft-Schrauber ausprobieren."

"Unseren Studierenden machen die praktischen Übungen im Studium auch immer am meisten Spaß", sagte die Vizepräsidentin der Hochschule Coburg, Prof. Dr. Jutta Michel, dazu. "Für die Schülerinnen ist das Camp eine tolle Möglichkeit, erste Eindrücke von einem technischen Studium zu bekommen."

Die "Forscherinnen-Camps" sind 2007 gestartet. In diesem Jahr beteiligen sich sieben Unternehmen und sieben Hochschulen. Die Camps sind bis auf die Kosten für An- und Abreise kostenfrei.

Weitere Informationen gibt es hier.

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