Weiterführende Schule

"Technik – Zukunft in Bayern 4.0" - "Forscherinnen-Camps"

Pressemitteilung – "Physik hautnah erleben“ – Mädchen lernen Berufsalltag von Ingenieurinnen kennen

An technischen Problemen tüfteln, bis man zu einer Lösung kommt – ein gutes Gefühl. Eines, das zwölf Schülerinnen diese Woche im "Forscherinnen-Camp" der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0 bei Airbus in Manching und an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) erlebt haben.

Der Forschungsauftrag für die 15- bis 18-jährigen Schülerinnen lautete: "Wie schnell fliegt mein Flugzeug?". Die Teilnehmerinnen haben mit Geschwindigkeitssensoren ausgestattete Modellflugzeuge gebaut, diese fliegen lassen und die Geschwindigkeiten aufgezeichnet. Dabei erhielten sie Unterstützung von Dozentinnen, Studierenden und Ingenieurinnen.

Voller Engagement haben die Teilnehmerinnen bei der Abschlussveranstaltung am 14. Juni 2019 ihre Ergebnisse präsentiert. Das Projekt hat sein Ziel erreicht: Das Camp des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) und der bayerischen Metall+Elektro Arbeitgeber bayme vbm soll Mädchen Einblick in den Berufsalltag einer Ingenieurin verschaffen – und so das Interesse an technischen Berufen fördern.

"Junge Frauen für IT und Technik begeistern"

"Damit unsere bayerischen Unternehmen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie hochqualifizierte Nachwuchskräfte in den Bereichen Technik und IT. Wir möchten junge Frauen für diese Berufe begeistern und so wertvolles Potenzial ausschöpfen", sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer von bayme vbm, anlässlich der Abschlussveranstaltung des Camps. Am gleichen Strang zieht auch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, welches das "Forscherinnen-Camp" seit Jahren fördert.

Für eine Karriere von Frauen in den bayerischen Metall- und Elektro-Unternehmen sprechen laut Brossardt vielfältige Tätigkeiten, sehr gute Verdienstmöglichkeiten sowie sehr gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das kann Julia Madeleine Rasch, HR Business Partner bei Airbus, nur bestätigen. "Wir fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aktiv. Uns ist es wichtig, den Frauenanteil auch in den technischen Berufen zu steigern. Das ,Forscherinnen-Camp ist nur ein Beispiel für unser Engagement dafür."

"Hat meine Studienwahl wirklich erleichtert"

Wie sehr die Camps bei der beruflichen Orientierung helfen, zeigt eine Studie des bbw: Rund 75 Prozent der Teilnehmerinnen wollen nach dem Camp-Besuch ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium beginnen. Das können sich auch die Teilnehmerinnen des aktuellen Camps vorstellen: "Mit Ingenieurinnen über meine Zukunft zu sprechen hat mir meine Studienwahl wirklich erleichtert", sagte Caroline, 18 Jahre. Die 17-jährige Anna fand es toll, die Physik, mit der man sich normalerweise nur theoretisch im Schulunterricht beschäftigt, hautnah experimentell zu erleben." Und auch Celina, 16 Jahre, scheint Lust auf noch mehr Physik bekommen zu haben: "E = mc2 – schade, dass unser Flugzeug nicht an die Lichtgeschwindigkeit kommt."

2019 beteiligen sich sechs Unternehmen und sieben Hochschulen

Noch immer ist der Frauenanteil in der Metall- und Elektro-Industrie gering, nur jeder vierte Arbeitnehmer in Bayern ist weiblich. Das soll sich ändern, darum richtet sich das "Forscherinnen-Camp" gezielt an junge Frauen: Die Zeit typischer Männerberufe ist vorbei, Erfolg im technischen Beruf hängt von der Einstellung und Begeisterung ab – nicht vom Geschlecht.

Die Forscherinnen-Camps sind 2007 gestartet. In diesem Jahr beteiligen sich sechs Unternehmen und sieben Hochschulen. Die Camps sind bis auf die Kosten für An- und Abreise kostenfrei.

Weitere Informationen gibt es hier.

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