Weiterführende Schule

"Technik – Zukunft in Bayern 4.0" - "Forscherinnen-Camps"

Pressemeldung – Im "Forscherinnen-Camp“ bei der MAX STREICHER GmbH & Co. KG aA und der Technischen Hochschule Deggendorf forschen Schülerinnen an einer Bohranlage und der eigenen Zukunft

An technischen Problemen tüfteln, bis man zu einer Lösung kommt, programmieren, löten, analysieren, kurz: Einfach mal selbst ausprobieren – ein gutes Gefühl. Das haben zwölf Mädchen aus ganz Bayern im Forscherinnen-Camp der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0 bei der MAX STREICHER GmbH & Co. KG aA und der Technischen Hochschule Deggendorf in dieser Woche erlebt. Der Forscherauftrag für die 15- bis 18-jährigen Schülerinnen: Sie sollen eine Komponente für eine Bohranlage entwickeln. Die Mädchen arbeiten im Team, manchmal klappt was nicht gleich beim ersten Versuch – aber aufgeben? Kommt für die jungen Frauen nicht in Frage. Hilfe bekommen sie von Dozentinnen und Studentinnen der Hochschule sowie Ingenieurinnen des Unternehmens, im Camp treffen theoretische und praktische Inhalte aufeinander. So erhalten die Mädchen einen realistischen Einblick in den Berufsalltag einer Ingenieurin. Ganz nebenbei geht es auch um andere Qualifikationen, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, etwa kreatives Denken, Präsentationskompetenz und Teamfähigkeit.
Das Camp richtet sich ganz bewusst an junge Frauen: Die Zeit typischer Männerberufe ist vorbei, Erfolg im technischen Beruf hängt von der Einstellung und Begeisterung ab – nicht vom Geschlecht. Doch noch immer ist der Frauenanteil in der Metall- und Elektro-Branche gering, nur jeder vierte Arbeitnehmer in Bayern ist weiblich. Das Forscherinnen-Camp will den selbstbewussten Umgang mit Technologie, Digitalisierung und Technik bei den Mädchen stärken – auch wegen des drohenden Fachkräftemangels. Am 11. August 2017 haben die Gymnasiastinnen und Fachoberschülerinnen ihre Ergebnisse Eltern und Ehrengästen präsentiert.

Anlässlich des Camps sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Arbeitgeberverbände bayme vbm, die das Camp ideell und finanziell fördern:
"Damit unsere bayerischen Unternehmen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie hochqualifizierte Nachwuchskräfte in den Bereichen Technik und IT. Wir möchten junge Frauen für diese Berufe begeistern und so wertvolles Potenzial ausschöpfen. In den Forscherinnen-Camps soll ihr Interesse für technische Berufe geweckt werden. Vielfältige Tätigkeiten, eine hervorragende Bezahlung sowie sehr gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sprechen für eine Karriere von Frauen in den bayerischen M+E-Unternehmen."

Am gleichen Strang zieht auch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie: Es fördert das Forscherinnen-Camp seit Jahren. Wie sehr das Camp bei der Orientierung hilft, zeigt eine Studie. Rund 75 Prozent der Teilnehmerinnen wollen nach dem Camp-Besuch ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium anfangen. Das hat eine Umfrage des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (Projektträger) ergeben.

Die Forscherinnen-Camps sind Teil der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0 im bbw e. V. und damit eines von 16 Angeboten und Projekten. Die Forscherinnen-Camps starteten 2007, in diesem Jahr beteiligen sich bis zu neun Unternehmen und ebenso viele Hochschulen. Die Camps sind bis auf die Kosten für An- und Abreise kostenfrei.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0. Hier geht es zu Eindrücken vom Camp-Geschehen.

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