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Bachelor/Master-Informationskampagne

Brossardt: vbw begrüßt Bayerisches Hochschulgesetz und Verankerung von Bachelor und Master / Weiterer Handlungsbedarf bei Qualitätssicherung

München - Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Verbände vbw, BayME und VBM, sagte im Vorfeld der Verabschiedung des Bayerischen Hochschulgesetzes: "Die vbw begrüßt die Verabschiedung des neuen Bayerischen Hochschulgesetzes als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Deregulierung, internationale Ausrichtung und mehr Autonomie für die Hochschulen stellen die Weichen für ein erfolgreiches Bestehen der bayerischen Hochschulen im internationalen Wettbewerb. Die Verschlankung des Hochschulrechts und die Etablierung eines auch mit Externen besetzten Hochschulrates sind positive Elemente."

"Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Jetzt kommt es darauf an, dass die Hochschulen die neuen Möglichkeiten nutzen. Ein guter Gesetzestext allein reicht nicht aus. Jetzt geht es um die Umsetzung", so Brossardt weiter. "Mit dem neuen Hochschulgesetz wird der Bologna-Prozess politisch in die richtigen Bahnen gelenkt. Bachelor und Master sind als Regelabschlüsse verankert", sagte Brossardt anlässlich der vbw-Fachtagung. "Der Bologna-Prozess im Praxistest - Unternehmen und Hochschulen im Dialog". Handlungsbedarf sehen wir aber noch bei der Qualitätssicherung der Studiengänge. Sie ist für die Zukunft und Akzeptanz der neuen Abschlüsse entscheidend."

Der Bologna-Prozess führe auch zu Veränderungen in den Unternehmen. Weiterbildung und Personalentwicklung gewinne an Bedeutung. Die Unternehmen würden sich stärker als bisher fragen, für welche Aufgabe sie welchen Absolventen mit welchem Abschluss benötigten. Eine Umfrage des IW KÖln bei 672 Unternehmen ergab, dass 11,5 % einen Bachelor und 10% einen Master beschäftigen. Die Akzeptanz der neuen Abschlüsse in Unternehmen, die noch keine Erfahrung mit BA/MA-Absolventen haben, ist größer geworden: 82,2% der Firmen mit 50 bis 499 Mitarbeitern und 83,3% der Firmen mit 500 und mehr Mitarbeitern können sich vorstellen, entsprechende Absolventen einzustellen. Bei kleineren Firmen von 1 bis 49 Mitarbeitern liegt die Zahl bei 66,4%.


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Melanie Schübel, Abteilung Bildung,
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