Weiterführende Schule

sprungbrett into work

Pressemitteilung – Berufsorientierung für Geflüchtete in Bayern durch virtuelle Praktika – Schülerinnen und Schüler präsentieren Virtual Work Experience

Am 25. Juli 2019 stellten Schülerinnen und Schüler der Mittelschule an der Ichostraße die Virtual Work Experience vor – eine neuartige Möglichkeit der Berufsorientierung ohne Sprachbarrieren. Entwickelt wurde das VR-System von sprungbrett into work, der Online-Praktikumsbörse für junge Geflüchtete in Bayern. Mit Hilfe einer VR-Brille werden Arbeitsbedingungen in einer metallverarbeitenden Werkstätte realitätsnah, optisch, akustisch und haptisch wahrnehmbar dargestellt. So können die Jugendlichen mit Hilfe von VR-Brillen und Controllern etwa Schweißgeräte oder CNC-Fräsen ausprobieren und in einer Art "virtuellem Praktikum" ihre Fähigkeiten und Stärken testen. Unterstützt wird das Projekt von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Die Qualität, Realitätsnähe und vor allem auch die Einsetzbarkeit im Unterricht wurde durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Expertinnen und Experten aus Schule und Wirtschaft sichergestellt. Neben der Städtischen Berufsschule für Berufsintegration München waren die Audi AG, die ZF Friedrichshafen AG und die Diehl Ausbildungs- und Qualifizierungs-GmbH an der Entwicklung beteiligt.

Ein VR-System der Virtual Work Experience besteht aus jeweils einer VR-Brille und zwei Controllern, die künftig an interessierte Berufs- und Mittelschulen in ganz Bayern verliehen werden. Da der Unterricht heute oft modular stattfindet, genügen wenige Brillen, um allen Schülerinnen und Schülern ein "virtuelles Praktikum" zu gewährleisten. Einsatzmöglichkeiten sind zum Beispiel das Fach "Bildungswesen und Berufswelt", in dem die Jugendlichen die deutsche Arbeits- und Berufswelt kennenlernen, oder Unterrichtseinheiten, in denen es um das Entdecken persönlicher Stärken und Fähigkeiten geht. Über ein Tablet kann die Lehrkraft sehen, wie sich die Schülerinnen und Schüler im virtuellen Raum "bewegen" und ihnen Tipps oder Feedback geben.

Möglichst vielen Geflüchteten Berufsorientierung ohne Sprachbarrieren zu ermöglichen

Ziel von sprungbrett into work ist, mit dem VR-Berufsorientierungssystem Virtual Work Experience möglichst vielen jungen Geflüchteten und Zugewanderten Berufsorientierung ohne Sprachbarrieren zu ermöglichen. Um dies zu gewährleisten wird jede Aufgabe in dreifacher Weise kommuniziert: über sehr einfache auditive Sprachansagen, in Schriftform – wobei die Anweisungen nicht mehr als zwei bis drei einfache Worte umfassen – und über Icons (Symbole).

Bei der Vorstellung von Virtual Work Experience am 25. Juli 2019 waren auch Bertram Brossardt, vbw Hauptgeschäftsführer, und Ministerialdirigent Dr. Gert Bruckner vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie vor Ort. Ihnen demonstrierten die Schülerinnen und Schüler die VR-Brillen.

ZITAT

Über sprungbrett into work

sprungbrett into work ist die Online-Praktikumsbörse für junge Geflüchtete und Zugewanderte in Bayern. Ziel ist, die Jugendlichen über Praktika in Ausbildung und Arbeit zu vermitteln. Mit sprungbrett into work können junge Geflüchtete und Zugewanderte im Rahmen eines Praktikums potentielle Arbeitgeber kennenlernen. Für Unternehmen ist sprungbrett into work zum einen eine Chance, Kontakte zu hochmotivierten und integrationsbereiten Jugendlichen zu knüpfen und zum anderen eine Möglichkeit, einen Beitrag zur Integration der jungen Leute zu leisten. sprungbrett into work ist die Schwester-Plattform von sprungbrett bayern, die Praktikumsbörse für Schülerinnen und Schüler in Bayern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Vorsprung durch Bildung

Eine Offensive der bayerischen Wirtschaft