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Pressemeldung – Kongress "Vorsprung Bayern: Flüchtlingsintegration erfolgreich gestalten“ – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zieht positives Zwischenfazit

Im Rahmen ihres Kongresses "Vorsprung Bayern: Flüchtlingsintegration erfolgreich gestalten" zog die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine Zwischenbilanz zum bisherigen Verlauf der Flüchtlingsintegration in Bayern und diskutierte die künftigen Herausforderungen der Asyl- und Integrationspolitik.

Wir können heute ein positives Zwischenfazit unseres gemeinsamen Engagements beim Integrationspakt ziehen. Von Dezember 2015 bis August 2017 haben in Bayern 45.000 Flüchtlinge eine Beschäftigung und 4.800 eine Ausbildung aufgenommen. Diese Zahlen werden bis zum Ende des Jahres noch einmal steigen. Somit werden wir das ursprüngliche Paktziel, 60.000 Flüchtlinge bis Ende 2019 in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren, schon fast in diesem Jahr erreichen.
vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt

Die bayerischen Arbeitgeberverbände haben rund sieben Millionen Euro investiert und mit ihrem Programm "IdA – Integration durch Ausbildung und Arbeit" eine Vielzahl an Projekten in den Bereichen Berufsorientierung, Ausbildung und Übergang in den Arbeitsmarkt gestartet. Für eine nachhaltige Integration auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt fordert Brossardt, Anschlussmöglichkeiten zur Weiterqualifizierung zu schaffen und auszubauen. "Außerdem müssen die behördlichen Entscheidungen darüber, ob ein Geflüchteter eine Ausbildung aufnehmen darf, noch früher getroffen werden. Das sollte künftig bereits neun Monate vor Aufnahme der Ausbildung erfolgen", sagt Brossardt. Der vbw Hauptgeschäftsführer betont auch: "Die Integration der Flüchtlinge ist eine Daueraufgabe, die uns noch lange beschäftigen wird. Wir sind auf gutem Weg. Richtig ist aber auch, dass wir noch lange nicht am Ziel sind. Viele Flüchtlinge werden erst nach Jahren des Aufenthalts in Bayern in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integriert sein."

Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, machte im Vorfeld der Veranstaltung deutlich: "Bayern ist das Land gelingender Integration. Sprachkenntnisse und ein Arbeitsplatz sind dafür die Grundlage. Auf den dramatischen Anstieg der Flüchtlingszahlen im Sommer 2015 haben Staatsregierung und Wirtschaft zeitnah mit der Initiative ‚Integration durch Ausbildung und Arbeit‘ reagiert. Und das mit großem Erfolg."

Klaus Beier, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, fügte hinzu: "Der bayerische Arbeitsmarkt bietet beste Voraussetzungen, um geflüchtete Menschen in Arbeit und Ausbildung zu bringen. Die bayerischen Arbeitsagenturen und Jobcenter unterstützen die Geflüchteten aktiv auf diesem Weg: bei jedem Schritt – vom Spracherwerb über die Kompetenzerfassung und Qualifizierung bis zur Integration in den Arbeitsmarkt. Hier haben wir bereits viel erreicht. Besonders freut uns, dass inzwischen viele junge Geflüchtete den Weg in eine Ausbildung gefunden haben. Im partnerschaftlichen Zusammenspiel aller Akteure in Bayern schaffen wir damit langfristige Perspektiven für geflüchtete Menschen und Unternehmen."

Vorsprung durch Bildung

Eine Offensive der bayerischen Wirtschaft