Das Mädchen für Technik-Camp ist eines von mehreren Camp-Formaten zur Berufsorientierung, umgesetzt von der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern und unterstützt von den bayerischen M+E Arbeitgebern bayme vbm als Hauptförderer sowie vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
Praxiserfahrung, Teamarbeit und Technik zum Anfassen
Passt ein technischer Beruf zu mir? Was genau macht eigentlich eine Zerspanungsmechanikerin, eine Industriemechanikerin oder eine Fachinformatikerin? Und wie sieht der Arbeitsalltag einer Feinwerkmechanikerin, einer Elektronikerin für Automatisierungs- und Systemtechnik, einer Mechatronikerin oder Informatikerin aus? Die Camp-Teilnehmerinnen fanden darauf ihre ganz persönlichen Antworten.
Mädchen für Technik-Camp mit der ZF Friedrichshafen AG in Schweinfurt (17.-21. August 2026)
Gemeinsam mit Auszubildenden und Ausbildenden konnten die Mädchen in die Praxis eintauchen und ihr handwerkliches sowie technisches Geschick beim Bau verschiedener Werkstücke austesten. Die fertigen Ergebnisse – ein Stiftehalter, eine Vase und einen Ventilator – nahmen die Jugendlichen als Andenken mit nach Hause, und viele von ihnen auch erste konkrete Ideen für ihre berufliche Zukunft.
Mädchen für Technik-Camp mit der F.EE-Unternehmensgruppe in Neunburg vorm Wald (24.-28. August 2026)
Gemeinsam mit Auszubildenden und Ausbildenden erprobten die Teilnehmerinnen ihr handwerkliches Geschick beim Bau und bei der Inbetriebnahme einer eigenen Ampelschaltung. Dabei stand auch die Visualisierung und Programmierung einer virtuellen Ampelsteuerung mit dem F.EE-eigenen 3D-Simulationstool fe.screen-sim auf dem Plan.
Einblicke ermöglichen – Perspektiven öffnen
Die ZF Friedrichshafen AG war zum zehnten Mal Gastgeber des Camps. “Die Förderung technikinteressierter junger Talente liegt uns besonders am Herzen“, erklärt Julia Schug, Ausbildungsmeisterin. “Die Woche im Technik Camp hat den Mädchen nicht nur viel Spaß gemacht, sondern ihnen auch die Möglichkeit gegeben, ihre Talente auszuprobieren und technische Berufe mit neuem Selbstvertrauen kennenzulernen. Mit seinem Engagement möchte ZF jungen Menschen frühzeitig Einblicke in technische Berufsfelder geben und ihnen Zukunftsperspektiven für ihren weiteren Weg eröffnen.“
Die F.EE-Unternehmensgruppe war zum achten Mal Gastgeber des Camps. “Auch in diesem Jahr freuen wir uns sehr, Mädchen aus der Region für Technik zu begeistern und ihnen zu zeigen, welche spannenden Ausbildungswege bei uns möglich sind“, erklärt F.EE-Personalleiter Udo Starck. „Der Fachkräftenachwuchs von morgen entscheidet sich oft schon heute, deshalb ist es uns wichtig, jungen Talenten frühzeitig einen echten Einblick in unseren Arbeitsalltag zu geben und sie für technische Berufe zu gewinnen.“ Besonders beeindruckt habe ihn in diesem Jahr, “mit wie viel Ehrgeiz, Kreativität und gegenseitiger Unterstützung die Mädchen ihre Projekte umgesetzt haben. Genau diesen Mut und diese Neugier brauchen wir in der Technik von morgen.“
Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung solcher Initiativen unterstreicht auch Tobias Gotthardt, Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie: “Innovation beginnt dort, wo junge Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre Interessen zu entdecken, Neues auszuprobieren und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen. Genau das leisten die Camps in besonderer Weise. Sie machen Technik erlebbar, eröffnen Perspektiven und stärken wichtige Kompetenzen für die Zukunft. Die Teilnehmerinnen zeigen dabei, wieviel Neugier, Engagement und Teamgeist in ihnen steckt. Wir fördern junge Talente gerne, auch im MINT-Bereich. Deshalb unterstützen wir auch die Camps im Rahmen des Projekts Technik – Zukunft in Bayern seit über 25 Jahren mit über einer Million Euro. Ich bin überzeugt: Dieses Geld ist bestens angelegt.“
Für die bbw-Vorstandsvorsitzende Sandra Stenger bietet das Konzept der “Technik-Camps“ einen idealen Rahmen für die Berufsorientierung: “Die Mädchen kommen direkt in Berührung mit Berufen und Tätigkeiten im MINT-Bereich und können sich ausprobieren – praxisnah, konzentriert und mit vielen Zusatz-Informationen. Und das in einem engagierten Unternehmen, das den Teilnehmerinnen Zugang zu echten Insights ermöglicht.“
Nachwuchsförderung beginnt mit Praxis
Die Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern wurde vor über 25 Jahren vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. ins Leben gerufen. Mit acht Camp-Formaten bringt sie Jugendliche mit Unternehmen, Hochschulen und Ausbildungsberufen in Kontakt – immer mit dem Ziel, sie in ihrer Berufsorientierung zu stärken und ihnen praxisnah Perspektiven zu eröffnen. Das Mädchen für Technik-Camp legt den Fokus darauf, Mädchen für MINT-Berufe zu begeistern.

Mit unseren Camps ermöglichen wir Jugendlichen praxisnahe Berufsorientierung und erste spannende Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten in der M+E Industrie – direkt vor Ort, mit echten Vorbildern. So wecken wir frühzeitig Begeisterung für MINT-Berufe und bringen die jungen Talente mit den Unternehmen vor Ort als mögliche Arbeitgeber von Morgen zusammen. Damit leisten die Camps einen wertvollen Beitrag zur Arbeits- und Fachkräftesicherung in der Region.
Bertram Brossardt, bayme vbm Hauptgeschäftsführer

Mehr als ein Praktikum – Ein Ferienerlebnis mit Mehrwert
Ein Ferienerlebnis mit Mehrwert Begleitet von einem pädagogischen Team und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm erlebten die Teilnehmenden intensive Tage voller neuer Eindrücke, Herausforderungen und Erfolgserlebnisse
“Unsere Camps fördern nicht nur Technikkompetenz, sondern auch Teamgeist, Selbständigkeit und Kommunikationsstärke“, sagt Stefanie Piparo, Projektleitung bei Technik – Zukunft in Bayern. “Und damit alle mitmachen können, ist die Teilnahme kostenfrei.“
Am letzten Tag des Camps präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse vor Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Unternehmen, Eltern, Presse und Förderern. Sie blicken auf ein einmaliges Ferienerlebnis zurück.
Eindrücke von Teilnehmerinnen
“Ich war vorher unsicher, ob ein technischer Beruf etwas für mich ist. Jetzt habe ich gemerkt, dass mir das richtig Spaß macht und kann mir sehr gut vorstellen, später eine Ausbildung in diesem Bereich zu machen.“ (Lea, 15 Jahre)
“Sachen zu bauen ist leichter als man denkt.“ (Piroska, 14 Jahre)
“Ich habe in der Schule schon Technik als Fach und kenne viele der Schritte, die wir hier machen. Aber es war voll cool jetzt an einem eigenen Stück und mit den großen Geräten zu arbeiten. Am besten hat mir das Bohren und das Zusammenschrauben gefallen. Und wenn doch mal was nicht geklappt hat, waren immer die Azubis hier da und haben uns geholfen!“ (Laura, 13 Jahre)












