Ein Vater bastelt mit seiner Tochter.
Zwei Mädchen sitzen auf einer Bank und machen sich Notizen.
Schülerinnen und Schüler löten eine Halbleiterplatine.
Lernende Schülerinnen und Schüler in einer Bibliothek.
Weiterbildung Team. Personen die sich abklatschen und motivieren.

IdA BayernTurbo 2.2

Vorbereitung und Vermittlung von Geflüchteten in eine Einstiegsqualifizierung (EQ) oder Ausbildung sowie nachhaltige Begleitung von Geflüchteten und Unternehmen während der Ausbildung

Projektlaufzeit: 2018 – 2021

Mehrwert

Bis Ende September 2018 konnten nach der ersten Phase des Projektes zwei Drittel der Teilnehmer vermittelt
und dadurch die Weichen für eine langfristige berufliche Integration gestellt werden. Im Rahmen
der Phase II wurden Teilnehmer durch das Projekt IdA BayernTurbo 2.2 während einer
Ausbildung weiter begleitet. Davon absolvierten ein Drittel der Jugendlichen erfolgreich eine
duale Ausbildung und fast alle wurden vom Ausbildungsbetrieb übernommen. 24 Prozent der anderen Teilnehmer schlossen eine schulische Ausbildung erfolgreich ab. Zudem bestanden 18 Prozent die praktische Prüfung und wiederholen zum nächstmöglichen Termin die theoretische Prüfung.
Die Projektziele wurden somit erreicht und das Projekt erfolgreich abgeschlossen.

Zielsetzung

Mit dem Modellprojekt IdA BayernTurbo 2.2 knüpfte die vbw gemeinsam mit der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit an die Erfahrungen ihrer bisherigen Projekte wie IdA BayernTurbo und IdA BayernTurbo 2.1 an. Schwerpunkt war auch im Projekt IdA BayernTurbo 2.2 die Vorbereitung und Vermittlung von Geflüchteten in eine Einstiegsqualifizierung (EQ) oder Ausbildung. Hinzu kam als weiterer Schwerpunkt die nachhaltige Begleitung von Geflüchteten und Unternehmen während der Ausbildung. Das Projekt endete also nicht mit dem Vermittlungserfolg, sondern legte den Fokus darauf, die Beschäftigung zu stabilisieren.

Konzept

Das Projekt wurde modellorientiert an den Standorten Mühldorf am Inn und Schweinfurt durchgeführt. Teilnehmen konnten 40 geflüchtete und Asylbewerberinnen/Asylbewerber mit einer hohen Bleibeperspektive, im Alter von in der Regel 16 bis 27 Jahren. Interessierte konnten sich hierzu an die beteiligten Jobcenter bzw. Agenturen für Arbeit wenden.

Das Projekt teilte sich in zwei Phasen: In den ersten sechs Monaten absolvierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen berufsbezogenen Integrationskurs, der neben der Vertiefung der Sprachkenntnisse darauf abzielte, durch Praktika und Arbeitserprobungen den Weg in eine EQ, eine Ausbildung oder eine Beschäftigung zu ebnen.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die eine Ausbildung aufgenommen hatten, wurden in einer zweiten Phase durchgehend bis zum Ende der Ausbildung von Coaches begleitet. Auch die Unternehmen erhielten während dieser Phase Unterstützung, zum Beispiel bei interkulturellen Fragestellungen, bei der Vermittlung von Förderinstrumenten oder bei behördlichen Angelegenheiten.

Nutzen

Das Projekt war branchenübergreifend angelegt. Unternehmen profiteriten insbesondere in folgender Weise möglich:

– Sorgfältig ausgewählte und motivierte Bewerberinnen und Bewerber
– Fachliche und überfachliche Kompetenzen stimmten mit den Anforderungen des gewählten Berufs überein
– Auf die Berufsschule und die betriebliche Ausbildung vorbereitete und -qualifizierte Auszubildende
– Hohe Bindung der Auszubildenden an das Ausbildungsunternehmen
– Begleitung der Unternehmen sowie der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Ausbildungs-, EQ- oder Beschäftigungsaufnahme, im Falle der Ausbildung bis zum Abschluss.

Die Unternehmen erhielten mit dem Projekt Unterstützung bei der Suche nach potenziellen Beschäftigten. Eine Beteiligung für Unternehmen war grundsätzlich kostenfrei. Sofern ein Praktikum absolviert wurde, erfolgte in der Regel ein finanzieller Beitrag durch das Unternehmen.

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