Ob ein Lapbook über den Beruf des Kfz-Mechatronikers, eine Zukunfts-Comedy über Piloten, ein selbst gebautes Zimmerer-Modell oder eine Checker-Tobi-Parodie zur Erkundung der Berufsfeuerwehr: Beim bayernweiten Wettbewerb Technik-Scouts setzen sich Schülerinnen und Schüler kreativ und praxisnah mit technischen Berufen auseinander. Dabei gewinnen sie Einblicke in spannende Berufsfelder, stärken ihre Medienkompetenz und entdecken neue Perspektiven für ihre berufliche Zukunft.

Die besten Teams der 20. Wettbewerbsrunde wurden am 21. Juli 2026 beim großen Finale in der ESO Supernova in Garching ausgezeichnet. Ihre Beiträge machen deutlich, wie kreativ und engagiert sich junge Menschen mit technischen Ausbildungsberufen auseinandersetzen und dabei wichtige Impulse für ihre Berufsorientierung gewinnen.

Mit Technik-Scouts tauchen Jugendliche praxisnah in die Welt der Technik ein. Es begeistert mich, wie sie sich dieser Erkundung stellen, dabei Einblicke in zukunftsorientierte Berufsfelder gewinnen und Unternehmen vor Ort kennenlernen.

Sandra Stenger, Vorstandsvorsitzende des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V.

Transparenter Hintergrund

Die Schülerinnen und Schüler stellen sich ein Schuljahr lang den fünf Challenges des Wettbewerbs. Dabei erforschen sie einen technischen Beruf, recherchieren, sammeln praktische Erfahrungen, gestalten einen medialen Beitrag und machen sich Gedanken, wie ihr Beruf im Jahr 2050 aussehen könnte.

Tradition und Technik – die besten Beiträge 2026

Den ersten Platz sicherte sich die Chiemsee-Realschule aus Prien mit gleich drei Schülerteams. Das Team “Einheit Alpha“ erkundete den Kfz-Mechatroniker, die “Bretter-Retter“ den Zimmerer und die “Triple-Jet-Crew“ den Beruf des Piloten. Von der lückenlosen, perfekt dokumentierten Sammelmappe bis hin zu informativen Lapbooks und kreativen Filmen wurde hier handwerklich Spitzenarbeit geleistet.

Platz zwei ging an die Staatliche Realschule Rottenburg, und zwar an die Teams “RadisalVoUnten“ mit dem Beruf Bestatter und an die “Haisl-ElekTronics“ mit dem Elektroniker. Beide Gruppen zeichneten sich durch hohe Kompetenz bei der Produktion einer Website und einer multimedialen Präsentation aus.

Rang drei erreichten die “Fire Checker“ und das Team “Bombastische Schulaufgabe“ der Realschule Peißenberg, die sich in humorvollen Kurzvideos im Checker-Tobi-Style die Berufe “Feuerwehrmann“ und Steinmetz vornahmen.

Lernen fürs Leben – Technik-Scouts als Berufsvorbereitung

Ob Spiele programmieren, reale Handwerksprojekte umsetzen, Interviews mit Ausbilderinnen und Ausbildern führen oder Zukunftstechnologien reflektieren – die Technik-Scouts zeigen, wie moderne Berufsorientierung aussehen kann.

Die Jugendlichen lernten, eigenständig zu recherchieren, als Team zu arbeiten, Medien kreativ einzusetzen, und vor allem sich mit technischen Berufen ernsthaft auseinanderzusetzen.

Mit den Technik-Scouts gelingt es, Jugendliche auf anschauliche und praxisnahe Weise für technische Berufe zu gewinnen. Der spielerische Zugang weckt früh Interesse an MINT-Themen und schafft langfristige Perspektiven. Davon profitieren insbesondere Mittelstand und Handwerk – die tragenden Säulen der bayerischen Wirtschaft –, die auf motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen sind“, so Staatssekretär Tobias Gotthardt.

Wir unterstützen die Technik-Scouts mit Überzeugung, weil sie jungen Menschen einen authentischen Zugang zu technischen Berufsfeldern ermöglichen. Eigeninitiative, praktische Erfahrungen und der direkte Austausch mit Fachkräften machen Berufe erlebbar und fördern nachhaltig Interesse und Begeisterung für technische Karrierewege“, erklärt Wilfried Hüntelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München.

Technik-Scouts – ein Projekt mit Wirkung

Seit dem Start im Jahr 2007 haben bereits tausende Jugendliche technische Berufe auf kreative und praxisnahe Weise kennengelernt. Das trägt dazu bei, Berührungsängste abzubauen und Interesse an MINT-Berufen zu wecken.

Bilder zur Veranstaltung finden Sie auf der Projektdetailseite im Bereich “Mediathek“.