Ein Vater bastelt mit seiner Tochter.
Zwei Mädchen sitzen auf einer Bank und machen sich Notizen.
Schülerinnen und Schüler löten eine Halbleiterplatine.
Lernende Schülerinnen und Schüler in einer Bibliothek.
Weiterbildung Team. Personen die sich abklatschen und motivieren.

„Lehrerbildung Hauptschule Nürnberg 2011“

Modellversuch zur Lehramts-Ausbildung durch den Ansatz der Berufsfeldorientierung

Projektlaufzeit: 2008 – 2014

Zielsetzung

Die Ausbildung für das Lehramt an Haupt-/Mittelschulen bietet nicht genügend Anknüpfungsmöglichkeiten für die speziellen erzieherischen und fachlichen Herausforderungen, denen Lehrerinnen und Lehrer dieser Schulart in ihrer beruflichen Praxis gegenüber stehen. Hier setzte der Modellversuch „Lehrerbildung Hauptschule Nürnberg 2011“ an. Angehende Lehrkräfte sollten hierdurch auf Situationen vorbereitet werden, denen sie in der Schulwirklichkeit begegnen werden. Dafür wurde ihnen das notwendige Rüstzeug für die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern in Erziehung und Unterricht vermittelt.

Konzept

Bereits in der ersten Phase der Lehramts-Ausbildung, wurden im Modellversuch Qualifikationen gefördert, die für eine Mittelschullehrerin bzw. einen Mittelschullehrer in der beruflichen Alltagspraxis unerlässlich sind. Der innovative Ansatz des Modells lag in der ausgeprägten Berufsfeldbezogenheit, die sich in den Verknüpfungen von schulischer Realität und universitärer Lehre zeigte. Darüber hinaus wurden Bezüge zur Wirtschafts- und Arbeitswelt geschaffen.

Die Berufsfeldorientierung sollte durch folgende Einzelmaßnahmen erreicht werden:

Einrichtung einer Professur für Mittelschulpädagogik
Anstellung einer Projektmanagerin bzw. eines Projektmanagers zur fachlichen und organisatorischen Koordinierung der verschiedenen Aktivitäten
Kooperation mit der zweiten Phase der Lehrerbildung (Referendariat)
„Schülerbegleitung“ (Patenschaften)
Einbindung von Praktikumslehrerinnen und Praktikumslehrern in den Modellversuch
Gemeinsame Betriebspraktika von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden

Nutzen

Die Berufsweltbezogenheit und die Bezüge zur Wirtschafts- und Arbeitswelt erwiesen sich nicht nur für die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer als Vorteil, sondern auch für ihre Schülerinnen und Schüler. Diese erhielten professionelle Unterstützung bei der Entwicklung der Ausbildungsreife und bei der beruflichen Orientierung. Hiervon profitierte auch die Wirtschaft. Idealerweise konnten nach einer erfolgreichen Erprobungsphase des Modellversuchs Elemente in andere Studiengänge implementiert werden.

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