Die Welt ist im Wandel. Kinder und Jugendliche wollen sie zum Besseren gestalten und suchen Lösungen für globale Probleme. Die Lösungen sollen ökologisch vertretbar, ökonomisch tragfähig und sozial verträglich sein. Was muss die Schule von morgen bieten, damit Schülerinnen und Schüler Kreativität, selbstständiges Denken, Empathie und Bürgersinn besser entfalten können? Was weckt ihre Neugierde und ihren Wissensdurst? Wie können die kognitiven, sozialen und emotionalen Potenziale der jungen Menschen mobilisiert werden?
Die Wirkstatt Nachhaltigkeit bot Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit und das Werkzeug, im persönlichen Umfeld kreative Lösungen zu entwickeln – für eine nachhaltigere Welt.
Das Modellprojekt richtete sich an Mittel-, Wirtschafts- und Realschulen sowie Gymnasien. Der Schulversuch setzte sich aus den Teilprojekten “Campus-N“, “InnoLab-N“ und “Netzwerk-N“ zusammen.
Im Rahmen von “Campus-N“ entwickeln Schülerteams ausgehend von konkreten, selbst benannten Problemen (z. B. aus den Bereichen Recycling, Konsum, Landwirtschaft, Mobilität, Energie) kreative Lösungsansätze. Sie arbeiteten mit Innovationsmethoden und digitalen Medien. Die Durchführung in vorwiegend außerunterrichtlichen Lernsettings, wie z. B. Arbeitsgemeinschaften, erfolgte in einem Zyklus von drei Phasen (Camp, Projekt und Challenge).
Bei “InnoLab-N“ wurde vorwiegend im Regelunterricht gearbeitet. Dabei gab es mehrere Entwicklungsfelder. So definierten etwa die Schulen schulspezifische Ziele, z. B. auf Grundlage des “OECD-Lernkompass 2030“. Das Erproben von neuen Lernorten/Lernumgebungen für kooperatives und produktorientiertes Arbeiten und das Erweitern von Formaten der Lernbegleitung und Leistungsfeststellung, z. B. durch E-Portfolio-Arbeit und agile Methoden, gehörten ebenfalls dazu.
“Netzwerk-N“ vereinte die Vision und die Ideen aus der Wirkstatt Nachhaltigkeit. Beim Austausch zwischen “Campus-N“-Schulen und “Innolab-N“-Schulen kam es zu einer Verknüpfung von außerunterrichtlichem Lernen und schulischen Lerngelegenheiten. Regionale Cluster aus “Campus-N“-Schulen und “Innolab-N“-Schulen multiplizierten die Ergebnisse und nahmen weitere Schulen mit auf den Weg hin zu einer Wirkstatt-Schule.