Die Publikation gibt einen Überblick zur Situation in Gesamtbayern. Bis zum Jahr 2035 wird ein Rückgang des Arbeitskräfteangebots in Höhe von 290.000 Personen erwartet. Gleichzeitig entwickelt sich auch die Nachfrage rückläufig.

Da trotz der derzeitigen Konjunktur- und Strukturkrise sowie den geopolitischen Unsicherheiten der Angebotsrückgang wesentlich dynamischer ausfällt, ist künftig in 28 der 36 untersuchten Berufshauptgruppen mit Engpässen zu rechnen. Dass Engpässe selbst unter sehr pessimistischen Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung bestehen bleiben, zeigt das Negativszenario: Bis 2035 sinkt die Arbeitskräftelücke demnach auf etwa 210.000 Personen.

Zentraler Treiber der Fachkräftelücke ist die demografische Entwicklung. Laut der aktuellen 16. Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der Bevölkerung bis 2035 spürbar schrumpfen.

Die Fachkräftesicherung wird langfristig eine zentrale Zukunftsaufgabe bleiben. Darum müssen wir alle Beschäftigtenpotenziale heben, etwa indem wir die Erwerbsbeteiligung von Älteren und Teilzeitkräften erhöhen. Gleichzeitig müssen wir die Arbeitszeitpotenziale heben, indem wir die Arbeitszeit flexibilisieren.

Bertram Brossardt, vbw Hauptgeschäftsführer

Transparenter Hintergrund

In dem Webmagazin kann online für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt sowie jede Berufshauptgruppe abgefragt werden, wie sich Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften jährlich bis 2035 entwickeln werden und welche Engpässe drohen.

Das Webmagazin wurde im Auftrag der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. von der Prognos AG erstellt.

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