Auf dem Arbeitsmarkt und in den meisten Betrieben gibt es eine große Zahl von Menschen, die über die notwendigen Voraussetzungen für eine Teilqualifizierung verfügen. Die Teilqualifizierungen richten sich an an- und ungelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in ihrem früheren Tätigkeitsbereich als Helferinnen und Helfer gearbeitet haben und die Anforderungen moderner industrieller Maschinenarbeitsplätze kennen. Auch branchenfremden Arbeitskräften gibt das Konzept der Teilqualifizierung die Möglichkeit, neue Arbeitsplätze unterhalb der Facharbeiterebene zu besetzen.
Bei der Teilqualifizierung werden bekannte Ausbildungsberufe zur Facharbeiterin / zum Facharbeiter in mehrere TQs aufgegliedert. Jede TQ ist in sich geschlossen. Die Teilqualifikation* wird mit einer Kompetenzfeststellung vor einem Prüfungsausschuss und dem Zertifikat “Eine TQ besser“ der Arbeitgeberinitiative Teilqualifizierung (AGI TQ) beendet. Sämtlichen Teilqualifizierungen liegt eine Facharbeiterinnen-/Facharbeiter-Ausbildung zugrunde. Bereits mit dem ersten TQ kann die Fachkraft in der betrieblichen Praxis effektiv eingesetzt werden. Entsprechend dem Bedarfs im Betrieb und den Fähigkeiten der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters kann die Teilnehmerin oder der Teilnehmer in überschaubar aufbereiteten TQs weitere Qualifikationsstufen erreichen.
Die Dauer der einzelnen TQs richtet sich nach den zu vermittelnden Inhalten. Jede Teilstufe wird, nach der theoretischen und praktischen Unterweisung, durch eine Kompetenzfeststellung abgeschlossen und die erfolgreiche Teilnahme mit einem Zertifikat belegt. Durchläuft eine Teilnehmerin / ein Teilnehmer alle TQs mit Erfolg, kann sie/er zur Externenprüfung angemeldet werden. Dafür kann sie/er auch einen Vorbereitungslehrgang bei der bbw gGmbH besuchen.
* Teilqualifizierung bezeichnet den gesamten Qualifizierungsprozess. Eine Teilqualifikation (TQ) ist dagegen ein einzelner, klar abgegrenzter Baustein innerhalb dieses Gesamtprozesses.