Ein Vater bastelt mit seiner Tochter.
Zwei Mädchen sitzen auf einer Bank und machen sich Notizen.
Schülerinnen und Schüler löten eine Halbleiterplatine.
Lernende Schülerinnen und Schüler in einer Bibliothek.
Weiterbildung Team. Personen die sich abklatschen und motivieren.

Profilschule für Informatik und Zukunftstechnologien (PIZ)

Engagierte bayerische Schulen, die sich im Pflichtunterricht oder im Wahlbereich der Informatik und den Zukunftstechnologien widmen, werden mit dem Prädikat "Profilschule für Informatik und Zukunftstechnologien“ (PIZ) ausgezeichnet.

Projektdauer: Auszeichnung in drei Ernennungszyklen in den Jahren 2023, 2024 und 2025; Verleihung des PIZ-Status jeweils für die Dauer von drei Jahren; Laufzeit des Vorhabens bis 08/2028

Zielsetzung

Schulen, die mit dem Prädikat „Profilschule für Informatik und Zukunftstechnologien“ (PIZ) ausgezeichnet werden, legen ein Entwicklungsziel fest, das sie für die Dauer der Maßnahme verfolgen (z. B. Erprobung gezielter Mädchenförderung in der Informatik oder Vermittlung von Informatikinhalten mit Robotern im Unterricht). Die Profilschulen vernetzen sich untereinander sowie mit außerschulischen Partnern. Sie lernen voneinander und multiplizieren gelungene Ansätze. Impulse eines eigenen PIZ-Fachbeirats aus Wissenschaft und angewandter Forschung unterstützen die Profilschulen zusätzlich in ihrer Weiterentwicklung.

Konzept


technisches Logo von PIZ Grundschule.

Um mehr Schülerinnen und Schüler für Themen wie z. B. Künstliche Intelligenz, Robotik oder Virtualisierung zu interessieren, werden ausgewählte Schulen mit einer besonderen Schwerpunktsetzung in Informatik und Zukunftstechnologien als Profilschulen ausgezeichnet und in ihrer Profilbildung gefördert. Diese Schulen dienen als Vorbilder und Multiplikatoren in ihren jeweiligen Regionen oder Schularten.

Ab dem Schuljahr 2023/2024 erhielten rund 100 staatliche Grund-, Mittel-, Real-, Fach- und Berufsoberschulen sowie staatliche Gymnasien, staatliche berufliche Schulen und Förderschulen das PIZ-Prädikat. Im Schuljahr 2025/2026 werden weitere 48 Schulen aller Schularten und Regierungsbezirke ausgezeichnet. Die Laufzeit des Prädikats beträgt drei Jahre.

In diesem Zeitraum werden die Schulen von einem Fachbeirat aus Wissenschaft und Wirtschaft begleitet, z. B. mit fachlichen Impulsen. Zudem erhalten die Lehrkräfte der Profilschulen ein maßgeschneidertes Fortbildungs- und Vernetzungsangebot durch die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) Dillingen und Unterstützung bei der Qualitätssicherung ihrer Produkte durch das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München (ISB) sowie Budgetzuschläge von bis zu zwei Lehrerwochenstunden zur Weiterentwicklung ihres Angebots.

PIZ an Förder- und Mittelschulen

Förder- und Mittelschulen, die in Informatik und Zukunftstechnologien führend sind, vermitteln ihren Schülerinnen und Schüler informatische Kompetenzen in praxisnahen Projekten und handlungsorientiertem Unterricht. Dabei stehen der Alltagsbezug und die direkte Anwendbarkeit des erworbenen Wissens im Vordergrund. Partnerschaften mit lokalen Unternehmen spielen häufig eine wichtige Rolle. Durch Betriebsbesichtigungen, Praktika oder Gastvorträge erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die berufliche Welt der Technologie. Aktuell wurde in der Mittelschule ein neues Pflichtfach Informatik eingeführt, das nun in allen Jahrgangsstufen von 5 bis 10 durchgängig unterrichtet wird. Dies gilt auch für die Förderschulen, die nach dem LehrplanPLUS der Mittelschule unterrichten sowie für die Sonderpädagogischen Förderzentren. An den Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung wurde das Fach Digitale Bildung eingeführt.

Für einen Überblick der Profilschulen im Schuljahr 2024/2025 klicken Sie hier.

PIZ an Realschulen

Der IT-Unterricht an der Realschule greift die Selbstverständlichkeit der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Informationstechnologien auf und fördert flexibles Denken beim systematischen Lösen von Aufgaben. Langfristig tragfähige informatische Konzepte, wie z. B. die objektorientierte Analyse und die informatische Modellierung, sind Bildungsschwerpunkte. Dabei wird stets auf eine enge Verbindung von Theorie und Praxis geachtet. Realschulen mit einem starken IT-Profil widmen sich beispielsweise intensiv dem Thema Robotik und nehmen auch sehr erfolgreich an Wettbewerben teil. Interessierten und begabten Schülerinnen und Schüler bietet die im Rollout befindliche freiwillige Abschlussprüfung im Fach Informationstechnologie die Gelegenheit, ihre IT-Kompetenzen nachzuweisen.

Den beispielhaften Beitrag einer PIZ-Realschule finden Sie hier: Virtual Reality im Unterricht – Projekte einer PIZ-Schule“.

PIZ an Gymnasien

Gymnasien, die im Bereich Informatik und Zukunftstechnologien herausragen, bieten vielfach spezialisierte Kurse oder Wahlfächer an, die über die Grundlagen hinausgehen und Themen wie Coding, Internet of Things oder Robotik eröffnen. Neben der technologischen Ausbildung wird damit auch die Entwicklung von Soft Skills wie das effektive Problemlösen im Team gefördert. Im neunjährigen Gymnasium wurde das zukunftsweisende Thema Künstliche Intelligenz als neuer Lernbereich im Lehrplan verankert und in Kooperation mit Universitäten begleitend eine Fortbildungsinitiative für die etwa 1000 Informatiklehrkräfte gestartet.

Nutzen

Mit der Vergabe des PIZ-Zertifikats werden Schulen gefördert, die sich im Bereich Technologie und Innovation durch besondere Projekte und Initiativen hervortun.

Das Profil ist ein Ansporn, diesen Weg weiterzugehen, und die ausgewählten Profilschulen profitieren bei ihrer Weiterentwicklung einem Portfolio aus Fortbildungs- und Vernetzungsangeboten der ALP Dillingen, der Unterstützung bei der Qualitätssicherung durch das ISB und von der wissenschaftlichen Expertise eines Fachbeirats.

Indem die PIZ-Schulen Kinder und die Jugendlichen über alle Schulformen hinweg frühzeitig und praxisnah für Informatik und Zukunftstechnologie begeistern, bereiten sie die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes der Zukunft vor.

Aus der Projektwelt

Mit den PIZ-Schulen auf Zukunftskurs

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08.12.2025

Die Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule für Technik München gilt als Vorreiterin der digitalen Bildung. Im Rahmen der bayernweiten Maßnahme Profilschule für Informatik und Zukunftstechnologien (PIZ) wurde bei einem Projektbesuch deutlich, wie Schulen junge Menschen für die digitale Arbeitswelt von morgen fit machen.


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Neue Profilschulen machen Bayerns Schülerinnen und Schüler fit für die digitale Welt!

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09.10.2025

In der Münchner Residenz fand am 2. Oktober 2025 die feierliche Verleihung des Prädikats Profilschule für Informatik und Zukunftstechnologien (PIZ) statt. Mit dieser Auszeichnung werden Schulen aller Schularten gewürdigt, die informatische Bildung und digitale Zukunftstechnologien innovativ und lernförderlich im Unterricht verankern. Damit startet die dritte und letzte Kohorte der PIZ-Maßnahme mit weiteren 48 Schulen.


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Profilschulen setzen Maßstäbe in der digitalen Bildung!

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22.11.2024

Die Profilschulen in Bayern fördern frühzeitig und praxisnah das Interesse der Schüler*innen für Informatik und Zukunftstechnologien. Hiervon konnten sich Kultusministerin Anna Stolz und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) e. V., am 21. November 2024 vor Ort in der Grundschule Gänselieselstraße in München überzeugen.


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Profilschulen setzen Maßstäbe in der digitalen Bildung!

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27.09.2024

In der Münchner Residenz fand am 26. September 2024 die feierliche Verleihung des Prädikats “Profilschule für Informatik und Zukunftstechnologien“ (PIZ) statt. Zum zweiten Mal wurden bayerische Schulen für ihr besonderes Engagement in der informatischen Bildung und der Förderung von Zukunftstechnologien ausgezeichnet.


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