Wirkstatt Nachhaltigkeit

Schüler*innen arbeiten in projekt- und handlungsorientierten Lernsettings an Lösungsansätzen für Probleme, die für sie und ihre Lebenswelt relevant sind.

Projektdauer: Schuljahr 2021 - 2025

Zielsetzung

In der Wirkstatt Nachhaltigkeit wird die Vermittlung des schulart- und  fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsziels „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ innovativ gestaltet. Schüler*innen lernen und arbeiten in dem Modellprojekt an Lösungsansätzen für Probleme, die für sie beziehungsweise ihre Lebenswelt relevant sind. Dabei entwickeln die jungen Menschen Verständnis dafür, dass Lösungsansätze nur dann erfolgreich umgesetzt werden können, wenn diese ökologisch vertretbar, ökonomisch tragfähig und sozial verträglich sind.

Konzept

Die Welt ist im Wandel. Kinder und Jugendliche wollen sie zum Besseren gestalten und suchen Lösungen für globale Probleme. Die Lösungen sollen ökologisch vertretbar, ökonomisch tragfähig und sozial verträglich sein. Was muss die Schule von morgen bieten, damit Schüler*innen Kreativität, selbstständiges Denken, Empathie und Bürgersinn besser entfalten können? Was weckt ihre Neugierde und ihren Wissensdurst? Wie können die kognitiven, sozialen und emotionalen Potenziale der jungen Menschen mobilisiert werden?

Die Wirkstatt Nachhaltigkeit bietet Schüler*innen die Gelegenheit und das Werkzeug, im persönlichen Umfeld kreative Lösungen zu entwickeln – für eine nachhaltigere Welt.
Das Modellprojekt richtet sich an Mittel-, Wirtschafts- und Realschulen sowie Gymnasien. Der Schulversuch setzt sich aus den Teilprojekten „Campus-N“, „InnoLab-N“ und „Netzwerk-N“ zusammen.

Im Rahmen von „Campus-N“ entwickeln Schülerteams ausgehend von konkreten, selbst benannten Problemen (z. B. aus den Bereichen Recycling, Konsum, Landwirtschaft, Mobilität, Energie) kreative Lösungsansätze. Sie arbeiten mit Innovationsmethoden und digitalen Medien. Die Durchführung in vorwiegend außerunterrichtlichen Lernsettings, wie z. B. Arbeitsgemeinschaften, erfolgt in einem Zyklus von drei Phasen (Camp, Projekt und Challenge).

Bei „InnoLab-N“ wird vorwiegend im Regelunterricht gearbeitet. Dabei gibt es mehrere Entwicklungsfelder. So definieren etwa die Schulen schulspezifische Ziele, z.B. auf Grundlage des „OECD-Lernkompass 2030“. Das Erproben von neuen Lernorten / Lernumgebungen für kooperatives und produktorientiertes Arbeiten und das Erweitern von Formaten der Lernbegleitung und Leistungsfeststellung, z. B. durch E-Portfolio-Arbeit und agile Methoden, gehörend ebenfalls dazu.

„Netzwerk N“ schließlich vereint die die Vision und die Ideen aus der Wirkstatt Nachhaltigkeit. Beim Austausch zwischen „Campus-N“-Schulen und „Innolab-N“-Schulen kommt es zu einer Verknüpfung von außerunterrichtlichem Lernen und schulischen Lerngelegenheiten. Regionale Cluster aus „Campus-N“-Schulen und „Innolab-N“-Schulen multiplizieren die Ergebnisse und nehmen weitere Schulen mit auf den Weg hin zu einer Wirkstatt-Schule.

Nutzen

In projekt- und handlungsorientierten Lernsettings vertiefen die Schüler*innen ihre „Transformationskompetenz“. Sie übernehmen Verantwortung für sich und ihr Umfeld, begreifen sich als Zukunftsgestalter und nutzen Technologien und digitale Medien für Innovationen.

Teilnehmende Schulen erhalten Impulse für die eigene Schulentwicklung profitieren von der öffentlichkeitswirksamen Darstellung der Aktivitäten. Sie fungieren als Ideengeber für weitere bayerische Schulen. Bei Aufnahme in das „Netzwerk-N“ eröffnen sich den Schulen durch den gegenseitigen Austausch und eine bayernweite Wirksamkeit neue Chancen hinsichtlich ihrer Weiterentwicklung und Wahrnehmung.

Downloads

Wirkstatt Nachhaltigkeit – Factsheet

Koordinatoren

Projektfinanzierung
Stiftung Bildungspakt Bayern
vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Ansprechpartner
Anton Seitz
Stiftung Bildungspakt Bayern
c/o Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Jungfernturmstr. 1
80333 München
Telefon +49 89 2186-2021
E-Mail schreiben